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«Standort und Funktion von Christophorusfiguren im Mittelalter Arbeit zur Erlangung des Grades eines Magister Artium an der ...»

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Standort und Funktion von

Christophorusfiguren im Mittelalter

Arbeit zur Erlangung des Grades eines Magister Artium

an der

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg,

Philosophisch-Historische Fakultät,

Kunsthistorisches Institut

vorgelegt bei

Prof. Dr. Johannes Tripps

von

Yvonne Bittmann

aus

Heidelberg

Gliederung

I. Einleitung

II. Einführung in das Thema und Abgrenzung der Fragestellung

III. Die Legende vom Träger des Christuskindes

IV. Entwicklung der Christophorusdarstellungen V. Zur Funktion von Bildwerken des heiligen Christophorus V.1. Forschungslage

V.2. Der Tod im Mittelalter und die Rolle des Christophorus:

Hostienfrömmigkeit und Angst vor dem plötzlichen Tod VI. Aufstellungs- und Anbringungsorte von Christophorusfiguren VI.1. Christophorus an Portal, Tür, Tor und Turm VI.1.1. An Portal und Tür VI.1.2. Am Tor VI.1.3. Am Turm VI.2. Christophorus auf Dorfplätzen und an profanen Gebäuden VI.3. Christophorus im Kircheninneren VI.4. Christophorus an Strassen, Handelswegen, Flüssen und im Pilgerwesen VI.4.1. An Strassen und Handelswegen VI.4.2. An Flüssen VI.4.3. Bedeutung für das Pilgerwesen VI.5. Christophorus im privaten Bereich: Andachtstafeln, Anhänger und Bilder für den privaten Gebrauch VII. Ergebnis und Schlußfolgerung VIII. Index mit weiteren Christophorusdarstellungen IX. Literaturverzeichnis I. Einleitung Das Bild des Heiligen Christophorus, des Riesen mit dem Christuskind auf den Schultern, der auf einen Stab gestützt durch das Wasser watet, tritt meist an exponierten Stellen auf und ist uns nicht nur aus Darstellungen des Mittelalters, sondern auch aus der heutigen Zeit bekannt.

Seit dem Beginn des 20. Jh. fungiert Christophorus als Patron der Autofahrer und wird deshalb auf Plaketten, an Autobahnraststätten und als kleine Figur in den Automobilen immer wieder vor Augen geführt.1 An seinem Fest, dem 25. Juli, finden alljährlich Automobil- und Flugzeugweihen statt.2 So werden in der neuen Christophoruskirche in Paris, in St. Christophe-de-Roèquingy in den Ardennen, in Neulangenbach und anderen Hauptwallfahrtsorten der modernen Christophorusverehrung Kraftfahrzeuge aller Art gesegnet.3 Auch die Darstellungen des Heiligen an Privathäusern, Booten und Geschäftshäusern verstärken seinen Bekanntheitsgrad und so ist und bleibt sein Bild den Menschen des 20. und 21. Jh. durchaus präsent,4 wenngleich man sich seiner ursprünglichen Bedeutung und Funktion nicht immer im Klaren ist. Im kirchlichen Bereich hat der hl. Christophorus seine Bedeutung nahezu verloren.5 Werner spricht von einem „abgeschafften Heiligen“ und spielt dabei auf das Zweite Vatikanische Konzil von 1969 an, als sich die katholische Kirche von diesem historisch nicht eindeutig nachweisbaren Heiligen distanzierte und seinen Namen aus dem liturgischen Festkalender strich.6 Die Verehrung findet seither vor allem im Profanraum statt und ist weitgehend aus Man erinnerte sich mit dem zunehmenden Autoverkehr und den daraus resultierenden Unfällen an Christophorus, der schon immer ein verehrter Patron gegen jegliche Gefahr war, besonders auf den Verkehrswegen. „Er

sollte Lotse sein, der die Menschen durch den tosenden Strom des modernen Verkehrs glückhaft geleitet.“ Hierzu: Edgar Krausen, Der Strukturwandel in der Christophorusverehrung im bayerisch-österreichischen Raum, in:

Bayerisches Jahrbuch für Volkskunde, 1957, S. 59.

Aus diesem Grund schmückte man seine Autos mit Christophorusplaketten am Armaturenbrett oder ließ sein Auto am Fest des heiligen Christophorus weihen.

Weiterhin wurden Darstellungen des Heiligen beispielsweise in Karlstein bei Reichenhall am Gebäude einer Straßenbaufirma aus dem Jahr 1965, eine Plastik von Josef Henselmann vor dem DAS Haus im Jahre 1971 und auch eine Malerei an einem Boot der Überfahrt in Rottach Egern angebracht.

Hierzu: Alois Weichslgartner, St. Christophorus in Oberbayern, Freilassing 1974, S. 45-47.

Ingrid Müller, Die Darstellung des hl. Christophorus in der Tiroler Wandmalerei, Diss. Innsbruck 1962, S. 10.

Heinrich Schauerte, Der heilige Christophorus, in: Die Kirche und der Straßenverkehr, hrsg. vom Verlag Wort und Werk GmbH, Köln 1964, S. 42.

Rudolph hat anhand einer Tabelle das Vorkommen von Christophorusfiguren in Berliner Bezirken festgehalten. Es wird deutlich, dass der Heilige zwar auch noch an Privathäusern und Kirchen zu finden ist, dass die Häufigkeit jedoch im Bereich des Verkehrs stark zunimmt. Hierzu: Lothar Rudolph, Stufen des Symbolverstehens auf Grund einer volkskundlichen Untersuchung in Berlin über drei Symbolformen (Christophorus, Hahn, Johanniterkreuz), Berlin 1959, S. 12-13.

In geringem Maße fanden auch in jüngster Zeit Christophorusbilder großen Formats als Plastiken, auf Glasfenstern und auf Glocken Einzug in die Kirchen.

Hierzu: Weichslgartner 1974, S. 46.

Richilde und Paul Werner, Christophorus, Die Faszination eines „Abgeschafften Heiligen“, in: Ars Bavarica, 82, 1999, S. 7.

seinem kirchlich-religiösen Kontext gelöst.7 Bereits seit dem späten Mittelalter wurde Christophorus von kirchlicher Seite aus reserviert und mit kritischem Auge betrachtet. Grund dafür war vor allem, dass es keine gesicherten Daten über sein Leben und Wirken und über die Umstände seines Todes gibt.8 Die Beliebtheit des Heiligen blieb trotz der kirchlichen Zurückhaltung über die Jahrhunderte hinweg bestehen, teilweise jedoch mit geringerer Intensität als während der wichtigsten Epoche seiner Verehrung vom 14. bis 16. Jh., und erlebte im 17./18.





Jh., ebenso wie im 20. Jh., einen erneuten Aufschwung.9 Ziel dieser Arbeit ist es, diesem Phänomen auf den Grund zu gehen und die Figur des hl.

Christophorus im Mittelalter genau zu betrachten. Es soll beleuchtet werden, was der Betrachter mit ihm verband und vor allem, welche Orte man wählte, um die Menschen durch das Heiligenbild anzusprechen. Im Vordergrund dieser Arbeit steht zunächst die Funktion von Christophorusfiguren. Unterschieden wird zwischen dem sakralen und profanen Bereich und hierbei wiederum zwischen dem privaten und öffentlichen Leben. Es wird sich herausstellen, ob sich die Funktionen in den einzelnen Bereichen verändern oder ob sie sich gegebenenfalls überlagern.

In einem zweiten Schritt wird sich die Arbeit mit der Wahl der Standorte, an denen sich Skulpturen und Wandmalereien befinden, beschäftigen.

Besonderes Augenmerk verdienen die Aufstellungsorte im Kircheninneren: Untersucht wird die Verbindung von Portal und dem Standort der Christophorusskulpturen. Diese Beziehung hat von der Forschung bislang nicht genügend Beachtung gefunden. Hierbei gilt es zu zeigen, dass es eine gelenkte Blickachse zwischen dem Eintrittsportal und dem Ort, an dem die Skulptur des Heiligen aufgestellt ist, gibt.

Die grobe zeitliche Eingrenzung reicht von der Mitte des 12. Jhs., dem Beginn der Christusträgerdarstellung, bis ins 16. Jh., dem Einsetzen der Reformation, wobei spätere Beispiele zeigen, dass die Verehrung nach der Reformation keinesfalls abbricht.

Ein kurzer Abschnitt wird die derzeitige Forschungslage darlegen und die noch offenen Fragen herausarbeiten.

Die Arbeit ist also in einen rezipierenden Teil gegliedert, der auf die bereits vorhandene Forschungsliteratur eingeht und diese kritisch behandelt, und in einen weiterführenden Teil, der Gottfried Korff, Heiligenverehrung in der Gegenwart. Empirische Untersuchungen in der Diözese Rottenburg (= Untersuchungen des Ludwig-Uhland-Instituts der Universität Tübingen im Auftrag der Tübinger Vereinigung für Volkskunde, Bd. 29), Tübingen 1970, S. 109.

Renate Sotriffer, St. Christophorus in Südtirol, Bozen 1991, S. 9.

Günther Kampfhammer, Christophorus-Wallfahrten im Alpengebiet, in: Österreichische Zeitschrift für Volkskunde, 77, 1974, S. 240.

gewonnenen Erkenntnisse über die Funktion und die Wahl des Standortes von Christophorusbildern und Figuren des Heiligen herausarbeiten wird.

II. Einführung in das Thema und Abgrenzung der Fragestellung Neben den vielfältigen ikonographischen Christophorustypen soll die Figur des Christusträgers im Vordergrund der Arbeit stehen. Christophorus als Kynokephale10 oder als einer der Vierzehn Nothelfer11 wird hier keine Rolle spielen, da innerhalb dieser Gruppen die Eigenart des Riesen und die sich daraus ergebende Funktion nicht zum Ausdruck kommen kann.12 Berücksichtigt werden Skulpturen, Plastiken, Wandmalereien und Glasfenster mit der Darstellung des Heiligen. Tafel- und Buchmalerei werden nur am Rande erwähnt, wenn sie für die Fragestellung von Bedeutung sind.13 Um die Figur des Christophorus genauer zu betrachten, muss man zunächst auf seinen Namen eingehen, der übersetzt „derjenige, der Christus [in seinem Herzen] trägt“, bedeutet.14 Ein erstes Zeugnis dieser Übersetzung ist eine lateinische Versbearbeitung: „O Christophore tam claro digne nomine/Qui Christi crucem in carne, ipsum fers in pectore.“15 So kommt es im 12.

Jh. zu einer Wortillustration des Namen Christophorus und man stellte ihn mit dem stehenden oder sitzenden Christus auf der linken Brustseite dar.16 Bis vor kurzem galt die monumentale Christophorusdarstellung von der Eingangswand der Kapelle der Burg Hocheppan im Etschtal, die auf die Zeit um 1150 datiert wurde, als die älteste Darstellung des Heiligen mit Christus auf seinen Schultern im Alpenraum. Jürgen Michler hat anlässlich einer Restaurierung 1991 die Nahtstelle des Christophorusbildes zu der im Die Darstellung des hundsköpfigen Heiligen gehört in den Bildkreis der griechisch-orthodoxen Kirche. Die erhaltenen Darstellungen gehen nicht weiter als ins 15. Jh. zurück, was aber vor allem auf den Ikonoklasmus im 8./9. Jh. zurückzuführen ist. Die Ikonographie des Kynokephalen hat sich bis in die heutige Zeit überliefert.

Hierzu: Gertrud Benker, Christophorus, Patron der Schiffer, Fuhrleute und Kraftfahrer. Legende, Verehrung, Symbol, München 1975, S. 33.

Weiterhin sei für die Figur des Kynokephalen auf Walter Loeschke, Sanctus Christophorus Canineus, in: Georg Rohde (Hrsg.), Festschrift für Edwin Redslob zum 70. Geburtstag, Berlin 1955, S. 33-82, verwiesen.

Hierzu mehr bei Georg Schreiber, Symbole und Gruppierungen der Heilbringer. Die 14 Nothelfer in der deutschen Volksfrömmigkeit, Innsbruck 1959.

Karl Künstle, s.v. Christophorus, in: Ikonographie der christlichen Kunst, Bd. II, Ikonographie der Heiligen, Freiburg 1926, S. 158.

Einen guten Einblick in die Darstellungen des Hl. Christophorus in der Tafelmalerei gibt das Werk von Loretta Mozzoni - Marta Paraventi, In Viaggio con San Christoforo, Pellegrinaggi e devozione tra Medio Evo e Età Moderna, Firenze 2000. Hierbei sei vor allem auf den Katalogteil ab S. 102 verwiesen.

Louis Réau, Iconographie de L´Art Chrétien, Bd. III, Iconographie des Saints, A-F, s.v. St. Cristophe, Paris 1958, S. 304. Wörtlich übersetzt heißt es allerdings „Christusträger“.

Monum. Germ. Hist., Poetae lat. Medii aevi, Bd. 4, 2.3, S. 808.

„O Christophorus, würdig eines so berühmten Namens, der du das Kreuz Christi im Fleisch, ihn selbst aber in der Brust trägst“. Übersetzung aus: Benker 1975, S. 47.

Es haben sich wenige Bildzeugnisse der Christophorus-Verehrung aus dem 10. und 11. Jh. erhalten. Genannt werden müssen die Darstellungen des Heiligen im Atrium von S. Maria Antiqua und im Langhaus von San Vincenzo in Galliano. In beiden Fällen trägt Christophorus Christus noch nicht auf seinen Schultern oder auf dem Arm. Man nimmt an, dass es zwischen dem späten 11. und frühen 12. Jh. zu einer bildlichen Umsetzung des Namens Christophorus gekommen sein muss.

Hierzu: Matthias Exner, Ein neu entdecktes Wandbild des Hl. Christophorus in Altenstadt bei Schongau, Anmerkungen zur frühen Christophorusikonographie, in: Susanne Böning-Weis u.a. (Hrsg.), Monumental, Festschrift für Michael Petzet zum 65. Geb. am 12. April 1998, München 1998, S. 526.

Ende des 13. Jh. entstandenen Kreuzigungsszene untersucht und festgestellt, dass das Christophorusbild im Randbereich die Malschicht der Kreuzigung überlappt und somit nach dieser entstanden sein muss.17 Weiterhin hat Michler die Darstellung des Heiligen mit Christophorusbildern aus dem Bodenseeraum verglichen und hiermit glaubhaft unterstrichen, dass das Fresko aus Hocheppan nicht, wie bisher angenommen, in die Mitte des 12. Jh., sondern in das erste Viertel des 14. Jh. zu datieren ist.18 Ohne die Darstellung von Hocheppan wird es schwierig, einen konkreten Entstehungszeitpunkt für die Christusträgerdarstellung zu nennen, denn die nächste fest datierte Wandmalerei aus St. Johann in Taufers stammt erst aus dem Anfang des 13. Jh. Dennoch findet sich ein weiteres frühes Beispiel in Portugal. Das steinerne Kapitell aus der Christophoruskirche in Rio Mau aus der Zeit um 1150 zeigt Christophorus bereits mit Christus auf dem Arm.19 Ein weiteres Kapitell, das sich heute auf dem Camposanto in Pisa befindet, ursprünglich aber aus einer Kirche aus der Umgebung stammt, ist in das Ende des 12. Jh. zu datieren und zeigt ebenfalls schon Christus auf den Schultern des Heiligen.20 Ob das Christusträgermotiv aus den Alpenländern, beispielsweise durch Pilger, vermittelt wurde, ist nicht eindeutig zu belegen.

Es ist jedoch stark anzunehmen, dass es frühe Vorbilder aus der Wandmalerei gegeben hat, die Christophorus mit Christus auf dem Arm zeigen, denn die Christusträgerdarstellungen breiten sich mit Taufers im frühen 13. Jh. vor allem in Tirol, Kärnten, Graubünden und den angrenzenden Alpenländern rasant aus.21 In der französischen Kunst gibt es zahlreichen Skulpturen und Fresken, die jedoch auf den nördlichen Teil des Landes beschränkt bleiben.22 In Italien scheint sich Christophorus nicht so großer Beliebtheit wie in den übrigen europäischen Ländern erfreut zu haben. Seine Darstellungen konzentrieren sich vor allem auf Südtirol.23 Ab dem 15. Jh. gehört Christophorus in die Reihe der Vierzehn Nothelfer, die Gott vor ihrem Märtyrertod darum gebeten haben sollen, demjenigen Hilfe zu gewähren, der in ihrem Namen darum bittet.24 Im Westen wurde der Schutz, den der Heilige aufgrund seiner letzten Bitte gewähren konnte, besonders als Hilfe in der Todesgefahr gedeutet. Dies ging so weit, dass Das Ergebnis wurde von Helmut Stampfer vorgelegt. Hierzu: Helmut Stampfer, Zu den Malereien an der Burgkapelle von Hocheppan, in: Der Schlern, 68-12, 1994, S. 694.

Jürgen Michler, Hochgotische Fassadenmalerei am Bodensee, in: Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlung in Baden Württemberg, 22, 1985, S. 13.



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