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«Unbemerkte Religiosität Philosophisch auf der Suche nach Gott Prof. Dr. Olaf L. Müller, Humboldt-Universität zu Berlin ( ...»

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[Aus: Gregor Betz, Dirk Koppelberg, David Löwenstein, Anna Wehofsits (eds):

Weiter Denken – Über Philosophie, Wissenschaft und Religion. Festschrift

für Holm Tetens. (Berlin: de Gruyter 2015), pp. 277-303].

Unbemerkte Religiosität

Philosophisch auf der Suche nach Gott

Prof. Dr. Olaf L. Müller, Humboldt-Universität zu Berlin (Www.GehirnImTank.De)

GLIEDERUNG.

I. Eine Frage für Verunsicherte

II. Zwei Sätze außerhalb des Zugriffs der Naturwissenschaft

III. Prüfsteine IV. Gombrichs Gedankenexperiment V. Einwände VI. Beerdigungen VII. Genetische Leichenfledderei VIII. Matthäuspassion IX. Eine These nebst einiger Indizien X. Genauer hinhören XI. Die Fähigkeit zur Gestaltwahrnehmung XII. Religiöse Erfahrung?

Anmerkungen Literatur ZUSAMMENFASSUNG. Mit rein rationalen Mitteln können wir keine Entscheidung über die transzendenten Sätze der Religion herbeiführen; ob es außerhalb unseres physischen Universums einen Gott gibt oder ob wir nach dem Tod erlöst werden, muss rein naturwissenschaftlich offenbleiben. Daher suche ich nach Zugkräften, die im Leben des religiös Unentschiedenen einen Umschwung bewirken könnten. Wer seine Überzeugungen und Gefühle in eine harmonische Balance bringen will, ist gut beraten, mit bestimmten Erlebnissen (die wir alle kennen) nicht allzu rabiat umzuspringen. Diese Erlebnisse scheinen auf Gott zu verweisen; und statt sie fortzuwischen, könnten wir versuchen auszuprobieren, was mit uns geschieht, wenn wir sie zulassen. Was das heißen kann, springt besonders deutlich bei unserem Umgang mit großer religiöser Musik ins Ohr. Während dem hartgesottenen Atheisten der Zugang zu wichtigen Schichten dieser Musik (etwa der Matthäuspassion) versperrt bleibt, könnte darin für den religiös Unentschiedenen mehr stecken, als man gemeinhin denkt.

ANMERKUNG. Dieser elektronische Text wird hier nicht in der Form wiedergeben, in der er auf Papier erschienen ist. Obwohl er sich in Layout, Zitierstil und Rechtschreibung von der Druckfassung unterscheidet, hat sich am Gedankengang des Aufsatzes nichts geändert.

Ohne Musik wäre das Leben ein Irrthum.

Der Deutsche denkt sich selbst Gott liedersingend.

Nietzsche, Götzen-Dämmerung, Sprüche und Pfeile 331 Unbemerkte Religiosität Philosophisch auf der Suche nach Gott I. Eine Frage für Verunsicherte Religiös werden? Die Frage stellt sich nicht jedem. Sie stellt sich nicht denen, die sich in ihrem religiösen Leben sicher sind – ebensowenig wie denen, die sich in ihrem Atheismus oder Agnostizismus sicher sind. Ich wende mich mit meinem Gedankengang nicht an die so oder so Selbstsicheren, sondern an den Kreis der Verunsicherten.

Es gibt sie auf beiden Seiten des Grabens. Da stehen auf der einen Seite diejenigen religiösen Menschen, die zuweilen vom Zweifel angefallen werden; die sich dann plötzlich nicht mehr sicher sind, ob ihr religiöses Leben zur unauthentischen Gewohnheit, zur bloßen Form geronnen ist (so wie's einem auch in der Liebe ergehen kann).

Sie mögen an den religiösen Formen festhalten, Kirchenmitglied bleiben, und vielleicht scheuen sie den Sprung ins unreligiöse Leben, aus Angst etwa vor einem unwiederbringlichen Verlust. (Auch hierzu gibt es eine Parallele im Liebesleben).

Nicht weit von ihnen, aber auf der anderen Seite des Grabens stehen die Unsicheren, die dem religiösen Leben ihrer Mitmenschen mit Respekt und vielleicht einer Prise Neid zusehen, von außen. Sie gehören nicht dazu und fragen sich, ob sie das besser ändern sollten – und ob sie's ändern können? Streng genommen wendet sich die eingangs aufgeworfene Frage nur an sie; streng genommen müsste ich 1 Nietzsche [GDWM]:64.

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ihren unsicheren Antipoden eine andere Frage anbieten: Religiös bleiben?

Doch da Holm Tetens, der Empfänger dieses kleinen Geschenks, im Augenblick so wenig an Gott glaubt wie ich selber, eignet sich meine

Leitfrage gut, um den Blickwinkel der Betrachtung zu fixieren:

Welche Zugkräfte können den schwankend Unreligiösen in die Religion hineinführen, und wie vertrauenswürdig sind diese Zugkräfte? – Dass meine Frage auch den schwankend Religiösen angeht, versteht sich von selbst. Er schaut aus entgegengesetztem Blickwinkel auf dasselbe Problem und fragt nach den Kräften, die ihn in der Religion halten können.

II. Zwei Sätze außerhalb des Zugriffs der Naturwissenschaft Es gibt mehr als tausendundeine Form des religiösen Lebens. Weil es nie gut ist, sie alle über einen Kamm zu scheren, werde ich meine Betrachtung auf die religiösen Formen zuschneiden, die uns vertraut sind: auf die Ausprägungen christlicher Religion, wie sie in der evangelischen oder katholischen Kirche vorkommen. Es wäre wichtig, Judentum und Islam mit einzubeziehen, ebenso wie Buddhismus, Shintoismus, Hinduismus usw. Aber das würde meinen Rahmen sprengen; daher muss ich den Blickwinkel beschränken.

Auch in unseren christlichen Kirchen kommen Formen der Religiosität vor, die ich ausblenden möchte, und zwar die eher diesseitigen Formen von Religion.2 Mir geht es stattdessen um die Form der Religion, die durch transzendente Grundüberzeugungen gespeist wird wie z.B.

(1) Gott existiert, d.h. es gibt eine Person, die nicht in den räumlichen Grenzen unseres Universums lokalisiert ist (sondern irgendwie außerhalb oder darüber), die keinen 2 Ohne jedes exegetisches Zeremoniell nenne ich nur zwei tiefsinnige Verfechter dieser antitranszendenten Sicht der Dinge: Tillich [MzS]; Wittgenstein [LoRB].





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Wirkungen irdischer Kausalketten ausgesetzt ist (sondern alle diese Kausalketten ingangsetzt oder inganghält) und die es gut mit uns meint, ohne Vorbehalt.

(2) Die irdischen Übel, unter denen die Menschheit leidet (von Naturkatastrophen über unheilbare Krankheiten bis hin zu menschengemachtem Leid wie Folter und Krieg), sind nicht das letzte Wort, denn nach dem körperlichen Tod wird alles wieder gut – die süße Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Tod erfüllt sich, im Jenseits.3 Über solche Sätze ist in der Philosophie viel gestritten worden. Ich will diesen Streit nicht aufrollen, sondern nur die drei wichtigsten Ergebnisse festhalten, zu denen man meiner Ansicht nach gelangt, wenn man die Argumente ganz ohne Vorurteil durchgeht – philosophisch eben. Erstens ist es äußerst schwierig, aber nicht unmöglich, den guten Sinn der transzendenten Sätze sicherzustellen;

der Verdacht, dass sie am Ende auf leeres Gewäsch hinauslaufen, lässt sich entkräften, wenn auch nur unter erheblichem Aufwand.4 Zweitens können wir mit rein naturwissenschaftlichen Mitteln keine Entscheidung über die Wahrheit oder Glaubwürdigkeit der transzendenten, religiösen Sätze finden. Deren Ablehnung durch Szientisten (wissenschaftsgläubige Betonköpfe) beruht genauso auf naturwissenschaftlich unbegründeter Metaphysik wie deren Bejahung.5 Das ist kein Wunder, denn Sätze über eine Wirklichkeit außerhalb, ja oberhalb unserer kausal organisierten Welt handeln von 3 Ich spitze mit Satz (2) einige Motive zu, die Holm Tetens in unseren Gesprächen über Religion immer wieder umkreist hat. Dabei hat sich seine Haltung im Lauf der Jahre deutlich verschoben. Er begann mit einer scharfen, durch und durch pessimistischen Absage an alle theodizeetischen Versuche aus der Tradition (dokumentiert in Tetens [nMAV]). Erst in letzter Zeit hat er verstärkt erkundet, wie sich diesseitiger Pessimismus mit jenseitigem Optimismus verbinden lassen könnte – und warum das attraktiv ist (Tetens [MG], Abschnitte 2, 5, 6). Ich habe mich übers neue optimistische Licht in seiner Haltung erst gewundert, dann gefreut. Es wäre spannend zu erfahren, worauf der Beleuchtungswechsel zurückzuführen ist. Auf ein abstraktes philosophisches Argument? Vermutlich nicht. Worauf aber dann?

4 Gegen Tugendhat [RzIR]:112. Mehr dazu in O.M. [WBDS], O.M. [J]. Eine klassische Form des Verdachts, dem zufolge religiöse oder theologische Sätze kognitiv sinnlos seien, bietet Ayer [LTL], sechstes Kapitel.

5 Siehe Tetens [zDvN], Abschnitte 3, 4, 7 sowie O.M. [WSMB]. Dass die Betonköpfe nicht immer nur von Strohmännern getragen werden, lehrt z.B. ein Blick in Beckermann [MaTB].

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einem Bereich, über den wir hiernieden durch Experiment und Beobachtung keinen Aufschluss gewinnen können – prinzipiell nicht.

Angesichts dieser Tatsache sind nicht allein naturwissenschaftliche Beweise für oder wider Gott obsolet, sondern auch naturwissenschaftliche Plausibilitäts- und Wahrscheinlichkeitserwägungen.

Drittens schließlich führen die apriorischen Gottesbeweise nicht zwangsläufig zum erstrebten Ziel: Weder Anselms ontologischer Gottesbeweis noch der kosmologische Gottesbeweis ist bislang in eine Form gegossen worden, die den Kritiker dieser Beweise überzeugt hätte.6 Kurz und gut, der rational wissenschaftliche Streit über Sätze wie (1) und (2) ist völlig offen. In dieser Diagnose zum Stand des Streits über Gott weiß ich mich mit Holm Tetens einig. Wer ihr zustimmt, der gehört zu den Unsicheren beidseits des Grabens, von denen ich eingangs sprach. Gibt es Wege aus dieser Verunsicherung? Versuchen wir's.

6 Nichtsdestoweniger steckt in den Gottesbeweisen mehr bedenkenswerter Scharfsinn, als die Schnellschüsse und Kurzschlüsse ihrer Kritiker erahnen lassen. Fast will es so scheinen, als erreiche die formale Ausdruckskraft unserer logischen Schluss-Systeme bei weitem nicht das Niveau, das treffende Rekonstruktionen der Beweise benötigen. Um es in Anlehnung an ein Bonmot von André Weil zu überspitzen (das von widerspruchsfreier Mathematik handelte): Es gibt Gott – wegen Anselms Gottesbeweis; und es gibt den Teufel – weil wir den Beweis nicht überzeugend formalisieren können (nämlich so, dass er der intuitiven Plausibilität seiner Prämissen und Schlussverfahren gerecht wird). Möglicherweise bin ich in dieser Frage zu pessimistisch. Hilary Putnam hat mir im Gespräch gesteckt, dass er die Beweise für schlüssig hält; wie er sich hinzuzufügen beeilte, dienen sie – wenn schlüssig – nicht der Bekehrung des Atheisten, sondern der besseren logischen Ordnung im Überzeugungssystem des Gläubigen. Zuguterletzt müsse sich im Strom des Lebens erweisen, was religiöse Sätze bedeuten – die metaphysica specialis gehe in diesem Strom unter. Darauf hat sich Hilary Putnam in unseren Diskussionen immer wieder zurückgezogen, und in der Tat: Rein apriorische Beweise laufen Gefahr, zur wasserscheuen Trockenübung zu werden. (Wohl deshalb hat Putnam die seiner Ansicht nach schlüssige Version des kosmologischen Gottesbeweises nicht selber publiziert, sondern nur in Diskussionen skizziert; Meyer [GE] lieferte eine Formalisierung, auf deren Schlüssigkeit mich Putnam im Gespräch hinwies. Meyer beruft sich auf Putnam, siehe Meyer [GE]:361n4; vergl. Pruss [MPPo]). Ich kann hierauf nicht näher eingehen, weil ich den Blick für andere Fragen freibekommen möchte.

Unbemerkte Religiosität

III. Prüfsteine Wenn wir unseren geistigen Lebens- und Meinungswandel gestalten, stehen uns mehr Ressourcen zu Gebote, als im vorigen Abschnitt auf den Tisch kamen: mehr als sprachphilosophische Unsinnsprüfung, naturwissenschaftliche Evidenz und Logik.7 Ob wir religiöse Sätze wie (1) und (2) in unser Überzeugungssystem aufnehmen oder daraus entfernen sollten, hängt von vielen Faktoren ab. Unter anderem hängt es davon ab, wie gut sich die fragliche Überzeugung in unserem Lebens- und Meinungswandel bewährt: Wie geschmeidig fügt sie sich ein? Passt sie zu unserem Selbstbild? Hemmt oder erweitert sie unsere Selbstvervollkommnung? Eignet sie sich dazu, mit neuen Erfahrungen und Erlebnissen ins Reine zu kommen? Öffnet sie uns für tiefe Erfahrungen und Erlebnisse? – Das sind einige der Fragen, auf die es bei der Entscheidung für oder gegen Religion ankommt.8 Die eben aufgezählten Prüfsteine erscheinen Ihnen vielleicht zu individuell, zu subjektiv. Darf die Entscheidung für oder gegen transzendente Sätze, für oder gegen das religiöse Leben davon abhängen, wie es dem Einzelnen damit ergeht? Ja, sie darf. Sie muss davon sogar abhängen, denn es wäre seltsam, wenn diese Entscheidung nicht aus dem Innern der sich entscheidenden Person herkäme, sondern irgendwie extern vorgegeben wäre.

7 Wir gebieten also über mehr Erkenntnismittel, als uns der Logische Empirismus zugestehen wollte. Um der Kürze willen werde ich mich auf zusätzliche aposteriorische Erkenntnismittel konzentrieren (wie z.B. Emotionen); zusätzliche apriorische Erkenntnismittel (z.B. transzendentaler Art oder im Sinne der regulativen Ideen Kants) werde ich ausblenden. Holm Tetens räumt ihnen in seinen kantischen Gedanken über den Gott unserer Hoffnungen große Chancen ein und plädiert dafür, dass wir uns nur als vernünftige Wesen verstehen können, wenn wir einen erlösenden Gott postulieren; siehe Tetens [MG], Abschnitte 5 und 6. Das ist ein starkes Argument, das in der Kant-Literatur unter einem verblüffend schlechten Ruf zu leiden scheint. Mehr dazu in Tetens' demnächst erscheinendem Buch über rationale Theologie, dessen Manuskript mir erst nach dem Verfassen meines Aufsatzes zugänglich wurde.

8 Anderswo mehr zur hier vorausgesetzten Erkenntnislehre (O.M. [GFU]). Man könnte sie als Version eines holistischen Neopragmatismus ansehen, beispielsweise als Kreuzung der Lehren von William James, W.V.O. Quine und Morton White (siehe z.B. James [WtB], Quine [TDoE], White [WIWO]). Aber die amerikanischen Pragmatisten waren nicht die einzigen Verfechter solcher Positionen. Goethe ging ihnen voraus, wie ich demnächst anderswo aufzeigen möchte; siehe z.B. Goethes Brief an Zelter vom 31.12.1829 (Goethe [GW]/IV.46:199-200) und Goethe zu Eckermann am 17.9.1823 (Eckermann [GmGi]).

Olaf L. Müller

Nichtsdestoweniger sollten wir die Sorge vor Subjektivität oder Individualität nicht übertreiben: So verschieden sind wir alle gar nicht.

Daher habe ich im vorigen Absatz die Erste Person Plural verwendet (um mich weiterhin auf den Kreis der Verunsicherten beidseits des Grabens zu beziehen).

Ob der Appell an unsere Gemeinsamkeiten nicht doch ins Leere schallt, kann ich vorab nicht wissen; ich will es jetzt ausprobieren.



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