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«Spezielle Pastoraltheologie (Die Gemeinde in der Transformationskrise der Kirche) SS 09 Alle Rechte, insbesondere das Recht auf Vervielfältigung und ...»

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FAKULTÄTSVERTRETUNG THEOLOGIE

DER KARL FRANZENS UNIVERSITÄT GRAZ

Spezielle Pastoraltheologie

(Die Gemeinde in der Transformationskrise der Kirche)

SS 09

Alle Rechte, insbesondere das Recht auf

Vervielfältigung und Verbreitung vorbehalten.

Alle Angaben ohne Gewähr.

Dieses Skriptum ist mithilfe eines Mitschnitts der Vorlesung entstanden.

Pflichtlektüre wird vorausgesetzt.

Inhaltsverzeichnis

I. DIE KATHOLISCHE ENTDECKUNG DER GEMEINDE

1. Die aktuelle Diskussion um die Gemeinde 2. „Gemeindetheologie“: ein erster Begriff

3. Der gemeindetheologische Aufbruch in den 60er Jahren und seine Folgen

3.1. Der Entstehungskontext der Gemeindetheologie

3.2. Was sind die inneren Elemente der Gemeindetheologie?

3.3 Konkretionsversprechen

4. Die reale Entwicklung: rhetorische Gemeindeprivilegierung bei realem Funktionsverlust

5. Noch einmal, die aktuelle Gemeindediskussion: Abgrenzungen

5.1. Das Problem der Zulassungsbedingungen zum Priestertum

5.2. Die Polarität von Individualität und Vergemeinschaftung im Christentum

II. DIE KRITISCHE LAGE DER GEMEINDE

1. Die Kritik von Michael Ebertz: „Negativer Ausgang eines Experiments“

2. Kontextveränderungen der Gemeinde

2.1. Die Ressourcenkrise

2.2. Religiöse Individualisierung und multiple Gemeindezugehörigkeit

3. Innere Widersprüche der Gemeindetheologie

4. Bleibende Leistungen – offene Fragen

5. Zentrale Verhaltensmuster zur Gemeinde

5.1. Die „Kasualienfrommen“ 5.1.1. Zentrale Ergebnisse Studie von vor drei, vier Jahren 5.1.2 Herausforderungen

III. ENTWICKLUNGSPERSPEKTIVEN DER GEMEINDE

1. Die historische Wandelbarkeit der „Gemeinde“ (Gastvorlesung Heil)

1.1. Eine kurze Geschichte der Gemeinde

1.2. Strukturen der traditionalen Volkskirche

2. Konkrete Entwicklungsperspektiven christlicher Gemeinde

2.1. Der Funktionswechsel der Gemeinde

2.2. Grundlegende Optionen für die Zukunft der Gemeinde

2.3. Entwicklungsprinzipien von Gemeinde

2.4. Entwicklungsschritte

I. DIE KATHOLISCHE ENTDECKUNG DER GEMEINDE

1. Die aktuelle Diskussion um die Gemeinde Kaum etwas ist in der katholischen/evangelischen Pastoraltheologie so heftig diskutiert worden wie die Gemeinde, teilweise auch sehr emotional. Dies geschah/geschieht aus 3

Gründen:

1. weil Gemeindeerfahrungen sehr wichtig sind für den theologischen Identitätsfindungsprozess: Viele Theologen kamen deswegen zu diesem Studium.

2. gab es in den 70er und 80er-Jahren großen Aufschwung und ein großes Engagement in den Gemeinden – dieses hat heute hinsichtlich des Ertrags eher in Enttäuschung geendet, bzw. sich nur teilweise erfüllt.

3. löst sich die Gemeindeverfassung der katholischen Kirche durch den Umbauprozess in den deutschsprachigen Diözesen zunehmend auf.

„Die schöne These von der ‚Gemeinde als Lernort des Glaubens‘ könnte vergessen lassen, was doch alle neueren religionssoziologischen Erhebungen zur Situation der Kirche in Deutschland belegen: daß ihre Gemeinden nicht mehr Orte sind, an denen man den Glauben erlernen kann. Es sind Orte eines beklemmend unpolitischen Bewusstseins und einer mitunter erschreckenden Selbstherrlichkeit, besonders gegenüber Gescheiterten, Geschiedenen und solchen, die nicht mehr glauben können.“ (R. Zerfaß, K. Roos, Gemeinde, in: Handbuch religionspädagogischer Grundbegriffe) überspitzt, jedoch wahrer Kern.

Michael Ebertz: „Neue Orte braucht die Kirche“ (aus der Pflichtlektüre): „Pfarrgemeinden seien Auslaufmodelle, an denen selbst die Lebensströme katholischer Kirchenmitglieder mehrheitlich vorbeifließen, notorisch unterdifferenzierend, tendenziell communio-feindlich, mehr oder weniger geschlossene Gesellschaften, in denen Erfahrungsverdünnung, und Selbstrekrutierung herrschen.“ Bucher sagt nicht alles hart so wie die oben Zitierten, hat jedoch auch kritische Anfragen gegenüber der Gemeinde. In der Vorlesung geht es genau um die Diskussion um die Gemeinde, natürlich auch aus seiner Perspektive.

2. „Gemeindetheologie“: ein erster Begriff Worum geht es? Darum, welche Rollen die Pfarrgemeinden in der katholischen Kirche spielen sollen, welche Handlungsräume sie auftun. Früher hat man sie als selbstverständlich gedacht, in Zukunft werden sie lt. Bucher aber nicht mehr diese Rolle spielen.

Gemeindetheologie war eines der erfolgreichsten pastoraltheologischen Projekte der letzten Jahrzehnte. Initiator war der Wiener Pastoraltheologe Ferdinand Klostermann († 1982).

Pfarrgemeinde wurde als Grundform der Seelsorge betrachtet; das war jedoch nicht selbstverständlich so. Zauner (Klostermanns Schüler): Nach einem Referat in der Wiener KHG 1968 meinte ein anwesender Jesuit, die Gemeinde sei doch eine eher protestantische Vokabel, die man im katholischen Bereich vermeiden sollte. Zauner schreibt im Rückblick auf Klostermanns Leben weiter, dass Gemeinde nie über Nacht eine katholische ModeVokabel geworden ist. Katholiken gehen mittlerweile schon wie selbstverständlich mit dem Begriff Gemeinde um, nämlich wie mit einer hochrelevanten Sozialform der katholischen Kirche. Vor 5 – 10 Jahren kommt der gemeindetheologische Aufbruch unter Druck, dieser





kommt von zwei Seiten:

1. vonseiten der Pastoralämter aufgrund des Priestermangels (2004 schreibt die Deutsche Bischofskonferenz, dass nur noch 27 % der Katholiken an der Vorstellung einer durch einen Priester geleiteten Gemeinde festhalten.), und

2. von Pastoraltheologen, die die These vertreten, dass die Gemeinden durch den Priestermangel durch die Praxis aufgelöst wird und die Gemeinde in dieser Weise nicht mehr führbar, nicht mehr praktikabel ist.

Wichtig ist, dass die Gründe, wieso die Gemeindetheologie nicht zielführend für die katholische Kirche ist, nicht dieselben sind, wieso sich die Gemeinden in der Praxis auflösen!

Aufgelöst werden sie durch den Priestermangel: Man muss variantenreich versuchen, das dadurch Entstehende zu gestalten; z.B. die Diözese Essen durch Unterscheidung von Pfarre und Gemeinde. Pfarre ist dort die durch den Priester geleitete, sehr große Einheit, Gemeinde ist alles andere (in sehr vielen Varianten). Heuer (2008) wurden zum ersten Mal unter 100 Priester in ganz Deutschland geweiht – darauf müssen die Diözesen Antwort geben. Welche gesellschaftliche Verantwortung hat die Kirche im Staat? Kirche darf nicht das, was sie anbietet, gleich in den Menschen hineinprojizieren und sich dann wundern, wenn keine Nachfrage besteht. Ist Kirche immer eine Gemeindekirche? Natürlich gehört Gemeinschaftlichkeit zur Kirche. Jedoch die Eremiten in den Wüsten - haben die nicht zur Kirche gehört? Ist es in den Pfarren anders?

Gemeinde ändert sich scheinbar zu einem geografischen Wohngebiet, wo sich Interessensgruppen befinden, die aber nicht mehr ihre Identität in der Gemeinde sehen. In der

Soziologie wird das als Auseinandertreten der Räume benannt, z.B.:

1. des Nahraums, in dem jemand gelebt hat (bis weit ins 20. Jhdt haben die wenigsten Menschen ihren Geburtsort über 20 km hinaus verlassen, abgesehen von religiösen Wallfahrten),

2. des Organisationsraums (staatlicherseits),

3. des Kommunikationsraums (man kommuniziert heute ständig mit der ganzen Welt).

4. des Erfahrungsraums. Früher waren diese Räume geeint in der Heimatgemeinde, heute treten diese auseinander. Wenn heute Menschen in dem gleichen Gebiet leben, leben sie noch lange nicht im selben Raum. Passt in einen solchen Raum eine Vorstellung wie die der Gemeinde?

3. Der gemeindetheologische Aufbruch in den 60er Jahren und seine Folgen Was versteht man unter Gemeindetheologie? Sie entsteht in den 60er und 70er-Jahren. Paul Wech fasst zusammen: Es geht um die Bildung persönlich verbindlicher, überschaubarer Glaubensgemeinschaften mündiger Christen anstelle anonymer, volkskirchlicher Pfarrstrukturen. (Diskurs rührt an das starke sogenannte Organismus-Denken der Zwischenkriegszeit; nicht mehr der Individualismus des Einzelnen steht im Vordergrund sondern die Kirche als Gemeinschaft der Vielen in Gott.) Diskurs um die Gemeindetheologie ist ein klassisch pastoraltheologischer Transformationsdiskurs; er diente dazu, die Kirche umzuformen (war auch einer der erfolgreichsten Transformationsdiskurse der katholischen Kirche überhaupt). Auch eine eigentliche Theologie, weil eines der charakteristischen Merkmale dieser Theologie die neutestamentliche Begründung ist. Gemeindekirchentheologie hat ihren Ausgangspunkt nicht im administrativen Bereich, da Bischöfe nicht begeistert von ihr waren (war ja auch ein Emanzipationsbestreben). Ein weiteres Merkmal ist das Umformen der gesamten Kirche, nicht nur der einzelnen Pfarren. (ein Buch von Klostermann z.B.: „Das Prinzip Gemeinde“) Problem ist nicht, was man mit der Gemeindetheologie wollte, sondern da sie nach seinem Erachten nicht funktionierte und heute noch weniger funktioniert. Ein Beleg, dass die Gemeindetheologie erst in den 60er-Jahren entstanden ist, lautet: Im LThK aus den 60ern sind unter dem Stichwort „Gemeinde“ zwei Verweise zu finden: 1. biblisch und fundamentaltheologisch: Kirche, 2. pastoraltheologisch: Pfarrei. Ausgeführt wird nur die Gemeinde im protestantischen Glaubensverständnis und rechtsgeschichtlich. Damals gab es keinen pastoraltheologischen Artikel zur Gemeinde.

3.1. Der Entstehungskontext der Gemeindetheologie

Theorie lt. Bucher, warum die Gemeindetheologie so eine Karriere gemacht hat:

1. in der vorbürgerlichen Gesellschaft (vor der Revolution des 18. Jhdts) waren kirchliche Sozialform und gesellschaftliche Wirklichkeit ident und stützten sich gegenseitig. Diese Einheit endet schon in der pianischen Epoche – gesellschaftlicher Raum hat sich bereits von der Kirche durch Säkularisierungsprozess emanzipiert. Es kommt zu einer Verdichtung religiösen Lebens (z.B. Papstkirche als intensive Erfahrungswelt): Die böse Moderne, von der man beansprucht, dass man sie eigentlich regulativ in der Hand hat, geht Eigenwege.

2. nach Vaticanum Secundum erstmals kirchliche Sozialform, religiöses Sinnsystem und gesellschaftliche Wirklichkeit Themen der Auseinandersetzung; Individuen haben sich von kirchlichen Räumen emanzipiert und können selber wählen.

Was ist jetzt Gemeindetheologie? Gemeindetheologie versucht, von der Sozialform her Gemeindekirche und religiöses Sinnsystem zu verbinden, aber nicht mehr auf der Basis „Papst orientiert die Gesamtkirche“, sondern auf der Basis einer „produktiven Kontrastgesellschaft“ (- wir sind sozusagen die geschwisterliche Großgemeinde und wollen der positive Kontrast zur Gesamtgesellschaft sein, der aber auch nicht verteufelt wird)

3.2. Was sind die inneren Elemente der Gemeindetheologie?

- Transformation kirchenrechtlicher Pfarreien zu personal definierten Gemeinden Pfarre: subjektferne Klerikerpastoral, in der Gläubige zu Seelsorgeobjekten werden Gemeinde: Konzept, das bei der Gleichheit aller Getauften ansetzt, das Subjekt als Fundament des konkreten Gemeindelebens nimmt und das zwischen Klerikern und Laien ein geschwisterliches Verhältnis setzt.

Drei Versprechen / Leistungen der Gemeindetheologie:

1. Emanzipationsversprechen

2. Modernitätsversprechen

3. Konkretionsversprechen Ad 1) Gegenmodell einer demokratisierten, mündigen Bildungsgesellschaft gegen ein repressives, unterdrückerisches, „vorkonziliares“ Katholizismuskonzept Ad 2) Anspruchsvolles Konfessionskonzept des Katholischen „Vorkonziliar“: Verständnis von kirchlicher Verhaltensform rechtlich (Katholiken waren die, die sich nicht scheiden ließen, am Freitag kein Fleisch aßen, jeden Sonntag in die Kirche und einmal im Jahr zur Beichte gingen)

- Dies lässt in den Individualisierungsschüben nach – was macht jetzt den Katholiken aus?

Antwort der 70er-Jahre: Er engagiert sich in der Gemeinde.

Ad 3) Verspricht, alles mit anderen in wirklicher Gemeinschaft zu erleben (man weiß wieder, was es heißt, katholisch zu sein) - Pfarrheime, Familienkreise, etc.: Gemeindegruppen als lebendige Zellen Auch die Gemeindetheologie ist zumindest in ihrer theoretischen Form durchaus auch im Kontrast zur gesellschaftlichen Wirklichkeit. Die Kirche wird von einer nahen Lebensgemeinschaft definiert - Reaktion auf die Säkularisierungsprozesse. Geschlossenes katholisches Milieu löst sich auf; um es grob zu fassen: sozialmoralische Milieus (Konzept von Mario Lepsius) entwickeln primäre Loyalitäten (d.h. man hat sich erst als Katholik und dann als Mitglied des deutschen Staates empfunden) - Kommunikation geschah auch hauptsächlich in diesen Bereichen (siehe sozialistischer Sportverein, ARBÖ politisch rot, ÖAMTC politisch schwarz, etc.) Ein Sozialmoralisches Milieu ist der Versuch, durch primären Kontakt mit seinen Angehörigen in einer eigenen Welt zu leben. Diese Milieus (auch das Katholische) lösen sich aufgrund Gesamtmodernisierungsprozessen in den 60erJahren auf. Die Gemeindetheologie reagiert hier auf die Erfahrungen des sich selbst auflösenden katholischen Milieus. Klostermann macht die Erfahrung, der Kirchenbesuch nimmt bei wachsender Zahlengröße ab, also müssen wir kleine, überschaubare Pfarreien schaffen - das ist jetzt der Gemeindegedanke. (Klostermann: „Unsere Pfarren müssen zu Gemeinden werden.“) Das Programm ist also Pfarrteilung in den Großpfarreien der Städte und Erhaltung der kleinen Pfarreien auf dem Land! Das Interessante ist, der von Klostermann angestoßene gemeindetheologische Umformungsprozess hat zugleich einen extensiven wie intensiven Charakter. Die Ziele des Gemeindeprozesses sind also nach außen (möglichst viele) zu missionieren (extensiv) und nach innen zu verdichten (intensiv). Zentrale Bezugsgröße nicht mehr die römisch-katholische Kirche mit Papst an der Spitze sondern der überschaubare Nahraum einer kommunikativ verdichteten, nach dem Modell einer schicksalhaft verbundenen Großfamilie gedachten Gemeinde. Soziologisch angedacht ist das jenseits der Mikroebene der Primär-Beziehungen und diesseits der großen, anonymen Gemeinschaftsform.

Gegensatz zur „vorkonziliar“-katholischen Welt sollte ein erfahrungsverdichtetes



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