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«Von Jesus zum Markus-Evangelium Der Weg der Überlieferung Prof. Dr. Rainer Riesner* Zuerst veröffentlicht in: Vox Scripturae – Revista Teológica ...»

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Institut für Glaube und Wissenschaft

Stresemannstraße 22

35037 Marburg

www.iguw.de

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Von Jesus zum Markus-Evangelium

Der Weg der Überlieferung

Prof. Dr. Rainer Riesner*

Zuerst veröffentlicht in: Vox Scripturae – Revista Teológica Brasileira – São Bento do

Sul/SC – vol. XXII – n. 1 – jan–jun 2014 – p. 15–44

Zusammenfassung

Eine gepflegte Überlieferung von Jesus begann schon vor Ostern. Jesus

selbst hat den Jüngern seine Worte in einer Form eingeprägt, die gut im Gedächtnis zu behalten war. Gleich nach Ostern haben Petrus und andere Jünger auch die Taten Jesu in einer solchen Form weitergegeben. Markus stand seit den ersten Jahren der Jerusalemer Urgemeinde in Verbindung mit Petrus. Bereits vor der Veröffentlichung seines Evangeliums, die frühestens 64/65, aber vor 70 in Rom erfolgte, hat Markus Jesus-Überlieferungen schriftlich festgehalten. Das Markus-Evangelium verdient deshalb Vertrauen als ein zuverlässiger Bericht über die Person und das Wirken Jesu.

* Erweiterte Form eines Vortrages, der am 13. Mai 2014 an der Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg gehalten wurde. Professor Rainer Riesner lehrte Neues Testament am Institut für Evangelische Theologie der Technischen Universität Dortmund. Gegenwärtig leitet er die internationale Doktorandenarbeit des Albrecht-Bengel-Hauses in Tübingen sowie das Doktoranden- und Habilitanden-Kolloquium des Arbeitskreises für Evangelikale Theologie

in Deutschland. Für eine kritische Durchsicht gilt der Dank Dr. Emmanuel L. Rehfeld. E-mail:

rainer.riesner@googlemail.com.

Inhaltsverzeichnis 1 Flavius Josephus 6 2 Die Anrede Jesu als Lehrer 7 3 Die Bedeutung des Gedächtnisses 8 4 Synagogen und Elementarschulen 9 5 Auswendiglernen und Anspielungen 10 6 Lehrzusammenfassungen 11 7 Mnemotechnische Stilmittel 12 8 Der Anspruch der Worte Jesu 13 9 Die Jünger als Schüler 14 10 Die Aussendung der Jünger 14 11 Die „Galiläische Krise“ 15 12 Die Zwölf als Urtradenten 16 13 Johannes Markus als Evangeliums-Verfasser 17 14 Interne Indizien 19 15 Adressaten, Ort und Zeit der Veröffentlichung 20 16 Herkunft des Johannes Markus 22 17 Kontakt zu Petrus 24 18 „Diener des Wortes“ 25 19 Schriftliche Notizen 25 20 Veröffentlichung in Rom 27 21 Literatur

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Abkürzungsverzeichnis Rabbinische Literatur ARNA Abot deRabbi Nathan. Rezension A bBB Der babylonische Talmud – Traktat Bava Batra bMeg Der babylonische Talmud – Traktat Megilla mBer Mishna – Traktat Berakhot Frühjüdische Literatur 1QS Handschriftenrolle aus Qumran (enthält den Text der Gemeinderegel) Ant Flavius Josephus – Antiquitates Judaicae Bell Flavius Josephus – De Bello Judaico CAp Flavius Josephus – Contra Apionem Leg Gaj Philo von Alexandrien – Gesandtschaft an Gajus (Legatio ad Gajum) Mos Philo von Alexandrien – Über das Leben Moses (De vita Mosis) Spec Philo von Alexandrien – Über die Einzelgesetze (De specialibus legibus) Vita Flavius Josephus – Aus meinem Leben (Vita) Vit Cont Philo von Alexandrien – Über das kontemplative Leben (De vita contemplativa)

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Frühchristliche Literatur Adv Haer Irenäus – Adversus Haereses Civ Dei Augustinus – Vom Gottesstaat (De civitate dei) Comm in Phlm Hieronymus – Commentaria in Epistolam ad Philemonem HE Eusebius – Historia ecclesiae Praep Ev Eusebius – Praeparatio evangelica Vir Ill Hieronymus – De viris illustribus Weitere Abkürzungen CIJ Corpus inscriptionum Judaicarum GCS Die griechischen christlichen Schriftsteller der ersten drei Jahrhunderte IEJ Israel Exploration Journal Inst Orat Qunitilian – Institutio oratoria

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Wir beginnen mit einem Gedankenexperiment. Versetzen wir uns in unser erstes Schuljahr! Sehen wir den damaligen Lehrer vor uns? Wahrscheinlich war es ja eine Lehrerin! Könnten wir einen ganzen Satz von ihr oder von ihm wörtlich zitieren? Damit stehen wir bei unserer Problematik. Die meisten Neutestamentler nehmen an, dass um 50, also zwanzig Jahre nach Kreuzigung und Auferstehung Jesu im Jahr 30,1 erstmals Jesus-Überlieferungen in Form der Logienquelle schriftlich festgehalten wurden. Das Markus-Evangelium wird von der Mehrheit um 70 datiert. Was aber geschah in den zwanzig bzw. vierzig Jahren zwischen dem Auftreten Jesu und der Abfassung der hypothetischen Logienquelle und des Markus-Evangeliums? Funktionierte die Überlieferung in dieser Zeit nach dem Prinzip der „Stillen Post“, wobei man dem Ersten in der Gruppe ein Wort in das Ohr sagt und beim Letzten kommt etwas völlig anderes heraus? Mein erstes Schuljahr liegt bald sechzig Jahre zurück. Trotzdem kann ich nicht nur einen Satz, sondern sogar drei Sätze, die ich von meiner Grundschullehrerin gelernt habe, mit Sicherheit wörtlich wiedergeben. Warum das so ist, soll später verraten werden.

1 Flavius Josephus Um nicht in einem Zirkel zu argumentieren, befragen wir zuerst eine nichtchristliche Quelle über Jesus. Flavius Josephus, ein jüngerer Zeitgenosse der Apostel, hat bald nach dem Ende des Jüdischen Krieges von 66–70 eine Darstellung darüber verfasst. Um 93 folgte dann eine gesamte Geschichte des jüdischen Volkes, die „Jüdischen Altertümer“. Besonders De Bello Judaico sollten nicht nur Theologiestudierende, sondern auch Pastoren in ihrem Bücherschrank haben.





Denn vieles, was das Neue Testament als politischen, kulturellen oder religiösen Hintergrund voraussetzt, wird für uns später Geborene durch Josephus illustriert. Holländische Christen haben im 17. und 18. Jahrhundert diesen jüdischen Geschichtsschreiber für eine so wichtige Begleitlektüre zum Neuen Testament gehalten, dass seine Werke sogar Bibeln als Anhang beigebunden wurden.

Zu dieser Datierung vgl. Riesner: Paul’s Early Period (1998), S. 35–58.

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In den Antiquitates Judaicae erwähnt Josephus auch Jesus. Der jüdische Geschichtsschreiber hat Jesus zwar zu den Warnern vor der Katastrophe des Jüdischen Krieges gerechnet, aber nicht an ihn als den Christus geglaubt. So ist das berühmte testimonium Flavianum durchaus ambivalent formuliert. Die Substanz dieses Jesus-Zeugnisses wird heute von einer Mehrheit der Forscher für echt gehalten. Besonders lange unbeachtete, syrische Quellen bieten einen recht ursprünglichen Text.2 Josephus schrieb unter anderem: „Um diese Zeit lebte Jesus, ein weiser Mann … Er war nämlich der Vollbringer rätselhafter Taten und Lehrer aller Menschen, die mit Freuden die Wahrheit aufnahmen“ (Ant XVIII 63).

Damit wird ein Eindruck wiedergegeben, den viele Zeitgenossen von Jesus hatten: Er war nicht nur ein (umstrittener) Wundertäter (Mk 3,22), sondern auch ein „weiser Mann (σοφòς ἀνήρ)“ und „Lehrer (διδάσκαλος)“.

2 Die Anrede Jesu als Lehrer Auch in den Evangelien wird Jesus „Lehrer“ (διδάσκαλος) genannt und sie haben sogar noch den hebräischen bzw. aramäischen Ausdruck aufbewahrt, mit dem Jesus angeredet wurde, nämlich rabbi (ῥαββί, ‫[ רבי‬Mk 9,5; 11,21; Joh 1,32.49 usw.]). Gegenwärtig werden jüdische Schriftgelehrte, die einer Synagogengemeinde vorstehen, Rabbiner genannt. Allerdings ist zu beachten, dass diese Bezeichnung eine geschichtliche Entwicklung durchgemacht hat. Heute muss ein Rabbiner eine mehrjährige akademische Ausbildung absolvieren, verheiratet sein und von mehreren anderen Rabbinern durch Handaufstemmung zum selbständigen Lehren ordiniert werden. Ein solches Amt hat sich aber erst seit dem 2. und 3. Jahrhundert herausgebildet, als nach den Katastrophen des Ersten Jüdischen Krieges 66–70 und des Bar-Kochba-Aufstandes 132–135 das vorher pluralistische Judentum zum vereinheitlichten Rabbinischen Judentum wurde.

Im 1. Jahrhundert war rabbi die respektvolle Anrede für jeden, den man als Lehrer der Heiligen Schrift anerkannte. Auch Johannes der Täufer wurde so angeredet (Joh 3,2.26), obwohl er weder studiert hatte noch verheiratet oder ordiniert war, und für Jesus gilt dasselbe.

Vgl. Whealey: Testimonium Flavianum (2008).

Institut für Glaube und Wissenschaft, Marburg www.iguw.de 8 Von Jesus zum Markus-Evangelium 3 Die Bedeutung des Gedächtnisses Die Anrede rabbi deutet an, dass der Täufer und Jesus von ihren Zeitgenossen als Lehrer wahrgenommen wurden, weil sie sich offensichtlich der damals üblichen Lehrmethoden bedienten (vgl. Lk 11,1).3 Dieser Eindruck wird durch eine Analyse der von beiden überlieferten, leicht memorierbaren Worten bestätigt.

Die gesamte antike Pädagogik von der Elementarstufe bis hin zu den griechischen Philosophenschulen und den jüdischen schriftgelehrten Akademien war auf das ständige Training des Gedächtnisses aufgebaut.4 Man teilte nämlich die Überzeugung, dass zum inneren geistigen Besitz nur werden kann, was man sich

dem Gedächtnis eingeprägt hat.5 So rühmte sich gerade auch Josephus im Rückblick auf seine Ausbildung eines besonders guten Gedächtnisses (Vita 8). Darüber hinaus hat er als typisch für damalige Juden festgestellt:

Bei uns mag man den ersten besten über die Gesetze befragen, und er wird sämtliche Bestimmungen derselben leichter hersagen als seinen eigenen Namen. Weil wir nämlich gleich vom Erwachen des Bewusstseins an die Gesetze erlernen, sind sie in unsere Seelen sozusagen eingegraben (CAp II 178).

Hier spielt sicher auch ein Moment der Übertreibung mit, aber das eifrige Auswendiglernen der Gesetze der Torah bestätigt auch der jüdische Philosoph Philo, der um 40 n. Chr. in Alexandrien wirkte (Leg Gaj 210), und nicht zuletzt ein antiker Antisemit wie der römische Philosoph Seneca. Er musste den Juden zugestehen: „Jene wissen die Gründe für ihre Riten, der größte Teil der [übrigen] Bevölkerung weiß nicht, warum er tut, was er tut“ (De superstitione [Augustinus, Civ Dei VI 10]). Durch beide antiken Autoren erhalten wir eine weitere wichtige Information: Der Lerneifer jüdischer Menschen hing direkt mit ihrer Religion zusammen. Das ist wichtig festzuhalten, weil sonst Bildung in der Antike vor allem ein Privileg der Oberschicht war. Im Judentum galt dagegen: Wer

Vgl. Riesner: Jesus als Lehrer (1988); ders.: Teacher, Teaching Forms, and Styles (2008); ders.:

Messianic Teacher (2011); ders.: Teacher (2013).

Vgl. Morgan: Literate Education (1998), S. 251.

Vgl. Carruthers: The Book of Memory (1990), S. 13.

Institut für Glaube und Wissenschaft, Marburg www.iguw.de 4 Synagogen und Elementarschulen 9 fromm sein wollte, musste lernen. Das verwirklichten besonders die pharisäischen und essenischen Gemeinschaften (Josephus, Bell II 162; 1QS 6,6–8), die sich seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. bildeten.6 Schon das Buch Deuteronomium hatte als Pflicht der Vater eingeschärft: „Du sollst diese meine Worte in dein Herz und deine Seele nehmen … Lehre sie deinen Kindern, indem du mit ihnen darüber redest, wenn du im Hause oder wenn du draußen bist, wenn du aufstehst oder dich niederlegst“ (Dtn 11,18–19).7 4 Synagogen und Elementarschulen Wie aber wurde eine solche religiöse Bildung auch für Nichtwohlhabende möglich? Die Antwort darauf liegt in einer bis heute für das Judentum charakteristischen Institution. Durch den Priester Esra wurde um 400 v. Chr. die Torah in Gestalt der fünf Bücher Mose zum Staatsgesetz (Esr 7,11–14). So ergab sich die Notwendigkeit, das ganze Volk darin zu unterweisen (Neh 8,1–18). Seit dem 3.

Jahrhundert v. Chr. sind in der Diaspora Synagogengebäude bezeugt und seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. auch in Erez Jisrael/Palästina. Antike Religionen waren auf Opfer und Gebet konzentriert. Den Mittelpunkt des synagogalen Gottesdienstes am Schabbat bildete dagegen die Verlesung und Auslegung der Heiligen Schriften.8 Die älteste literarische Quelle mit Schilderungen darüber ist übrigens das lukanische Doppelwerk (Lk 4,16 ff.; Apg 13,14–15). Die Einführung eines reinen Wortgottesdienstes war eine wirkliche Revolution in der Religionsgeschichte. Deshalb erschien das Judentum antiken Menschen eher als eine Art, wenn auch barbarischer Philosophie. Philo hat diesen verbreiteten Eindruck bei der Verteidigung seiner Religion genutzt, indem er den Sabbatgottesdienst ein „philosophieren“ (φιλοσοφεῖν) nannte und die Synagogengebäude „Lehrhäuser“ (διδασκαλεῖα) (Spec II 61–62; Mos II 215–216 usw.).

In neutestamentlicher Zeit durfte jeder religionsmündige Jude am Synagogengottesdienst aktiv teilnehmen. Dazu musste er allerdings lesen können und Vgl. Baumgarten: Flourishing of Jewish Sects (1997), S. 114–136.

Vgl. Finsterbusch: Weisung für Israel (2005).

Vgl. Safrai: Communal Functions (1995); Binder: Into the Temple Courts (1999), S. 399–404;

Levine: The Ancient Synagogue (2000), S. 19–159.

Institut für Glaube und Wissenschaft, Marburg www.iguw.de 10 Von Jesus zum Markus-Evangelium auch Grundzüge der Auslegung beherrschen. Deshalb waren den Synagogen Elementarschulen angegliedert. In der Luther-Übersetzung von 1912 war darum statt von Synagogen mit einem gewissen Recht von „Schulen“ die Rede. Bis zum heutigen Tag ist es Höhepunkt der Bar-Mizwa, der jüdischen Konfirmation, dass der religionsmündige Vierzehnjährige zum ersten Mal öffentlich aus der Torah vorliest. Das ist gegenwärtig nicht leicht und zur Zeit des Neuen Testaments war es das noch viel weniger. Damals wurde das Hebräische ja ohne Vokalzeichen geschrieben. Unvokalisierte Texte flüssig und fehlerfrei zu lesen, ist nicht ganz einfach. Faktisch bedeutete es, dass die für die Sabbatlektionen bestimmten Vorleser sich die entsprechenden Texte auswendig einprägten. Dafür standen die Schriftrollen, die sich natürlich nicht jeder leisten konnte, in der Synagoge auch über die Woche zur Verfügung (vgl. Apg 17,10–11).



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