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«Thema der Arbeit: Erziehung zu mehr Fairness, dargestellt an dem fächerübergreifenden Unterrichtsvorhaben: „Fairplay faireint“ in einer zweiten ...»

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Schriftliche Hausarbeit im Rahmen der zweiten staatlichen Prüfung

für das Lehramt an Grund -, Haupt- und Realschulen

gemäß § 13 PVO-LehrII

Thema der Arbeit:

Erziehung zu mehr Fairness,

dargestellt an dem fächerübergreifenden

Unterrichtsvorhaben: „Fairplay faireint“

in einer zweiten Grundschulklasse

Fach: Pädagogik

vorgelegt von: Annika Warms

im Studienseminar Verden

Erstgutachter: C. Krause

Zweitgutachter: W. Schmidtke Osterholz-Scharmbeck, 27.08.2005 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Einleitung 4 1 Fairness und Fairplay: Theoretische Annäherung und Begriffsklärung 6

1.1 Definitionen von Fairness und Fairplay

1.2 Herkunft und Entwicklung von Fairplay

1.3 Grundsätze der Fairness- und Fairplay-Erziehung

2 Fairnesserziehung in der Grundschule 14

2.1 Fairnesserziehung im allgemeinen Erziehungsauftrag der Grundschule

2.2 Aspekte der Fairnesserziehung im Schulprogramm

3 Planung des fächerübergreifenden Unterrichtsvorhabens „Fairplay faireint“ 17

3.1 Zur Situation der Lerngruppe

3.2 Rahmenbedingungen und Handlungsspielräume

3.3 Allgemeine Didaktische Entscheidungen

3.4 Allgemeine Ziele des Unterrichtsvorhabens

3.5 Allgemeine methodische Entscheidungen

3.6 „Fairplay faireint“ – eine Übersicht über das Unterrichtsvorhaben

4 Durchführung des fächerübergreifenden Unterrichtsvorhabens „Fairplay faireint“ 31

4.1 Einführung: Leitidee Fairness als „Geist“ von Spiel und Sport, aber nicht nur dort – 1. Sequenz (Bausteine 1 bis 2)

4.1.1 Übergreifende didaktische und methodische Entscheidungen

4.1.2 Übergreifende Reflexion

4.2 Herstellen von Chancengleichheit – 2. Sequenz (Bausteine 3 bis 5)

4.2.1 Übergreifende didaktische und methodische Entscheidungen

4.2.2 Übergreifende Reflexion

4.3 Umgang mit Sieg und Niederlage – 3. Sequenz (Baustein 6)

4.3.1 Übergreifende didaktische und methodische Entscheidungen

4.3.2 Übergreifende Reflexion

Inhaltsverzeichnis Kooperatives Handeln – 4. Sequenz (Bausteine 7 bis 9)

4.4.

4.4.1 Übergreifende didaktische und methodische Entscheidungen

4.4.1.1 Ausführliche didaktische Entscheidungen zum 9. Baustein:

Kooperative Bewegungsaufgaben

4.4.1.2 Ausführliche methodische Entscheidungen zum 9. Baustein:

Kooperative Bewegungsaufgaben

4.4.2 Übergreifende Reflexion

4.5 Wöchentliche Konfliktreflexion – 5. Sequenz

4.5.1 Ausführliche didaktische Entscheidungen einer wöchentlichen Konfliktreflexion..................43 4.5.2 Ausführliche methodische Entscheidungen einer wöchentlichen Konfliktreflexion................45 4.5.3 Reflexion der Konfliktreflexionssequenz

4.6 Reflexion der Rolle der Lehreranwärterin

–  –  –

Solche und ähnliche Ausrufe höre ich immer mal wieder von den Kindern ‚meiner’ zweiten Klasse. Sie spiegeln das Bedürfnis nach Fairness und Fairplay wider. Jemand fühlt sich ausgegrenzt, benachteiligt, ausgetrickst, ungerecht behandelt, wurde beleidigt, die Zusammenarbeit funktioniert nicht, die Chancen sind ungleich verteilt, jemand hat geschummelt oder gegen die Regeln verstoßen etc. (vgl. 3.1). Eigentlich der ganz normale Alltag in einer Grundschule und sicher nicht nur in dieser Lerngruppe. Dennoch empfinde ich das zwischenmenschliche Miteinander in dieser Klasse im Vergleich zu anderen Klassen oft eher als ein ‚Ich-’ oder Gegeneinander, was auch der Klassenlehrer und die Mathe- und Musiklehrerin der Klasse bestätigen. Sie beschreiben das Verhalten der einzelnen Kinder als noch stark Ich-bezogen und die Charaktere als ausgesprochen individualistisch.

Jeder Mensch hat ganz subjektive moralische 1 Vorstellungen und unterschiedliche Interessen. Werte und Normen sind von Kultur zu Kultur, von Familie zu Familie und auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Diese Vielfalt trifft in der Schule (natürlich auch außerhalb) aufeinander und muss sich immer wieder neu arrangieren, was mitunter zu Problemen führt. In diesem Prozess werden bisherige individuelle Werte- und Normenvorstellungen verworfen, erweitert, bestätigt, gefestigt oder verändert.

In dieser Klassenkonstellation scheint jener Prozess zu stagnieren, was auf gewisse Defizite im Bereich der sozialen Kompetenzen schließen lassen könnte. Aus entwicklungspsychologischer Sicht steht einer Loslösung von der Ich-Bezogenheit bei dieser Altersklasse nichts im Wege (vgl. 3.1). Ich habe mir daher vorgenommen, die sozialen Kompetenzen im Rahmen einer Fairnesserziehung zu fördern.

Ein fairer Umgang miteinander erleichtert ganz erheblich das zwischenmenschliche Zusammenleben und steigert die individuelle Lebensqualität (vgl. 1.1 und 1.3). Dazu erforderlich ist eine Verhaltensausrichtung an sozialen Werten und Normen wie z. B. der Achtung vor dem Anderen, Gerechtigkeit, Disziplin, Toleranz, Konfliktfähigkeit, Zivilcourage, Gleichheit, Balance von Rechten und Pflichten, Solidarität und

–  –  –

Gegenseitigkeit. 2 Doch wer bestimmt diese Werte und Normen? Kann ich mir anmaßen zu sagen, meine Maßstäbe seien für die Schülerinnen und Schüler die ‚richtigen’? Miller (1999) schreibt dazu eine interessante Ansicht des Erziehungsbegriffs: „Erziehung kann nicht als Formung eines Ungeformten durch einen Formenden verstanden werden, sondern als gemeinsame Sinnverständigung und aus einem [sic] Ausbalancieren zwischen den Bedürfnissen der Einzelnen.“3 Was das für eine Fairnesserziehung in der Schule bedeutet, geht aus dem Kapitel 1.3, aber auch aus den rechtlichen und schulspezifischen Leitfäden im zweiten Kapitel hervor und wirkt sich auf meine didaktischen und methodischen Entscheidungen und auf die Ziele (vgl. 3.3 bis 3.5) aus.





Daran orientiert und bezogen auf die Situation der Lerngruppe habe ich „Fairplay faireint“ neben einer Einführung aus drei weiteren Sequenzen aufgebaut, die sich mit Chancengleichheit, dem Umgang mit Sieg und Niederlage und Kooperation befassen. Die fünfte Sequenz findet von Anfang an parallel zu den anderen statt.

Es handelt sich dabei um eine wöchentliche Konfliktreflexion, die nach einer schwedischen Methode von Lars Edling durchgeführt wird. Die ersten vier Sequenzen sind in insgesamt neun thematische Bausteine unterteilt.

Jeder Baustein wird im Unterricht von einem, zwei oder drei Fächern (Sport, Deutsch, Soziales Lernen) verwirklicht. Das Vorhaben ist auf das Übungsfeld Klasse beschränkt, aber ich erhoffe mir, dass der Fairnessgedanke auch über die Klassengrenze hinaus ins Schul-, Familien-, Freizeit- und spätere Berufsleben transferiert wird.

Besonders interessieren mich folgende Fragestellungen, daher werde ich sie abschließend in der Gesamtreflexion wieder aufgreifen und auswerten:

§ Welche Möglichkeiten einer Erziehung zur Fairness haben sich gezeigt?

§ Welche Grenzen der Fairnesserziehung konnte ich erkennen?

§ Um Fairness- und Fairplayhaltungen zu erwerben bedarf es eines langen Prozesses. Macht dieses kompakte Vorhaben da überhaupt Sinn?

§ „Fairplay faireint!“ Ist dieser Titel zu euphorisch?

–  –  –

1 Fairness und Fairplay: Theoretische Annäherung und Begriffsklärung

1.1 Definitionen von Fairness und Fairplay Fairness Der Begriff „Fairness“ (fair) kommt aus dem Englischen. Seine Bedeutungen reichen von schön, höflich, aufrichtig, direkt, ehrlich und ruhig bis sanft, gleichberechtigt und unparteilich. 4 Müller beschreibt das Ideal der Fairness als „ein Denkmodell zum Entwurf eines menschenwürdigen Lebens“, um „die Lebensqualität durch größere Verträglichkeit der Menschen im Umgang miteinander (...) und dadurch letztlich ihre Verbundenheit und Mitmenschlichkeit“ zu fördern. 5

–  –  –

Das klingt soweit alles nachvollziehbar, jedoch könnte man sich fragen, was die Förderung von Lebensqualität mit Fairness zu tun hat. Was meint Müller damit? Eine Antwort findet man vielleicht bei Pieper. Er stellt Fairness dar als einen „Appell an die Freiwilligkeit, der beinhaltet, man solle über die Verfolgung der eigenen Vorteile nicht die Vorteile der anderen aus dem Auge verlieren – um entspannterer, freundschaftlicherer zwischenmenschlicher Verhältnisse willen“. 6 Verfolgung eigener Vorteile, aber... Freiwilligkeit Rücksicht Wahrnehmung anderer Interessen freundschaftlich zwischenmenschlich Lebensqualität könnte also unter dem Fairnessaspekt bedeuten, eigene Interessen zu verfolgen ohne anderen oder den Interessen anderer zu schaden. Folgendes Zitat des Malers Vincent van Gogh macht den FairnessGedanken etwas anschaulicher: „Man müsste sich ein bisschen Sonne suchen, ohne einen anderen in den Schatten zu drängen.“ Diese Aussage verdeutlicht viele Aspekte oben genannten fairen Verhaltens: Sie zeigt, dass es um den Umgang mit anderen Menschen geht, sie spiegelt eine freiwillige Einstellung bzw. eine moralische Haltung wider (Denkmodell) und verdeutlicht den Versuch einen eigenen Wunsch (Vorteil, Lebensqualität) zu verwirklichen, ohne andere dadurch zu benachteiligen. Dabei wird Rücksicht auf andere genommen und Anstand gewahrt, eigenes Handeln wird vorweg reflektiert und die Situation wird nicht nur aus der eigenen Perspektive gesehen. Dieses Verhalten sorgt für ein friedliches Miteinander. Konfuzius würde es mit der Kardinaltugend „Shu“ (die Gegenseitigkeit) ausdrücken: „Was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu“. 7

–  –  –

Es wird allmählich klar, dass es keine einheitliche Definition von Fairness gibt und auch nicht geben kann.

Ein sportwissenschaftliches Lexikon bringt das wie folgt auf den Punkt: „Der in eigenartiger inhaltlicher UnÒ Verhalten, bestimmtheit schillernde (...) Begriff erfaßt als Sollensvorschrift ein dem sittliche Relevanz zugesprochen wird.“8 Anstand, Moral, Sitte, Mitmenschlichkeit, freundschaftlicher Umgang etc. und schließlich das Empfinden von dem, was fair und was unfair ist, wird individuell unterschiedlich verstanden. Verschiedene Faktoren, wie Erziehung, Umfeld, Kultur, Erfahrung oder Situation beeinflussen die persönlichen Sichtweisen. Somit obliegt die konkrete Füllung des Fairness-Begriffs letztlich dem Einzelnen und muss für jeden etwas anderes bedeuten. 9 Fairplay Der Begriff Fairplay (oder Fair Play) stammt aus dem englischen Sport des 19. Jahrhunderts (s. 1.2) und ist von dort in etliche Sprachen und Lebensbereiche (z. B. Sport, Politik, Wirtschaft, Verkehr, Handel, Spiel, Schule etc.) vorgedrungen. Im sportwissenschaftlichen Lexikon8, sowie im Duden10 sind Fairness und Fairplay gle ichbedeutend. Der Duden entschlüsselt die beiden kurz als „1. (Sport) ehrliches, anständiges Verhalten in einem sportlichen Wettkampf. 2. gerechtes, anständiges Verhalten [im Geschäftsleben]“. 10 Diese Definition erscheint mir sehr oberflächlich und zu eng gefasst.

Ich schließe mich eher Müllers Verständnis an. Müller trennt die Begriffe und sieht Fairplay als eine Sparte der facettenreichen Fairness, nämlich als Leitideal in allen Bereichen des sportlichen Wettkampfes oder Spiels. Kindern fällt dazu als Erstes das Einhalten von Regeln und gerechte Mannschaften, also Chancengleichheit ein. In der Hinsicht ist Fairplay im Sport besonders leicht erkenn- und verstehbar, da er sich durch überwiegend klare und verständliche Regeln auszeichnet, die allgemein bekannt und akzeptiert sind. Verstöße fallen sofort ins Auge und ziehen ggf. Konsequenzen nach sich. Burkhalter (Präsident des Schweizerischen Olympischen Verbandes SOV) bezeichnet den Sport daher als „Übungsfeld für Fairplay schlechthin“. 11 Wie auch bei der Fairness gibt es für das Fairplay keine einheitliche, sondern verschiedene Definitionen, die eine Basis für praktisches Handeln darstellen. Der Europäische Code für Sport-Ethik (1993) deutet Fairplay wie folgt: „Es ist viel mehr als nur ein Spiel unter Beachtung der Regeln. Es beinhaltet die Idee der Freundschaft, des Respekts vor anderen Menschen und immer ein Spielen im rechten Geist. Fair Play ist definiert als eine Art zu denken, nicht nur als eine Art des Verhaltens. Es zielt ab auf die Beseitigung von Betrug, unzulä ssigen psychologischen Tricks, Doping, Gewalt (physisch und psychisch), Ausbeutung, ungleichen Chancen, exzessiver Kommerzialisierung und Korruption.“12 Einhalten der Regeln, Chancengleichheit wahren, Respekt vor dem Gegner, Art zu denken, Beseitigung von Betrug, Tricks, Gewalt, exzessiver Kommerzialisierung und Korruption Sportwissenschaftliches Lexikon (1976). Redaktion: Peter Röthig. Schorndorf: Karl Hofmann, S. 105.

Vgl. Rahe, B. (1987), S. 15.

Duden. Das Fremdwörterbuch (1997), S. 252.

Vgl. Luther, D. und A. Hotz (1998), S. 5.

http://www.sportunterricht.de/fairplay/eurocode.html (letzter Zugriff: 19.07.2005).

1.1 Definitionen von Fairness und Fairplay 8 Die internationale Fair-Play-Charta interpretiert Fairplay ähnlich, aber ergänzt noch: „Fair verhält sich derjenige Sportler, der vom anderen her denkt.“13 Diese Charta weist auf den notwendigen Perspektivenwechsel und die Fähigkeit zur Empathie hin.

Formelle und informelle Fairness Der Europäische Code verdeutlicht, dass Fairplay sich nicht nur auf das Einhalten von Regeln beschränkt, sondern sich zum größten Teil durch Fairness und das darin enthaltene Denkmodell auszeichnet. In der Fachliteratur spricht man daher von zwei verschiedenen Ebenen: dem formellen und dem informellen Fairplay bzw.

der formellen und der informellen Fairness. Der ehemalige Olympiasieger im Achter (Rom 1960), Prof. Dr.



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