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Andreas Schmoller

DIe Suche NAch NS-RAuBguT AN DeR

uNIVeRSITäTSBIBlIoThek SAlzBuRg.

QuelleN uND MeThoDeN DeR PRoVeNIeNzfoRSchuNg

daS ProjeKt

Die Universitätsbibliothek (UB) Salzburg nahm 2008 den 70. Jahrestag der Bücherverbrennung vom 30. April 1938 zum Anlass, um gemeinsam mit der Internationalen Stefan Zweig Gesellschaft an das Ereignis in Form einer Ausstellung

zu erinnern.1 Daraus ergaben sich wesentliche Impulse, sich weiter mit der Geschichte der Bücher sowie mit der Bibliotheksgeschichte während der NS-Zeit zu beschäftigen. Finanzielle Mittel der Universität und des Landes Salzburg stellten ab Sommer 2009 die Provenienzforschung an der UB Salzburg im Rahmen eines dreijährigen Projektes sicher. Einen weiteren Anstoß sich mit der Geschichte der Buchbestände auseinanderzusetzen, lieferten Geschenke größeren Umfangs in jüngerer Zeit. Bücher mit den Stempeln »Die Bücherei des Ahnenerbes«, »Das Ahnenerbe e.V. Bücherei« und »Ahnenerbe Außenstelle Süd-Ost« gelangten dabei vermehrt in die Hände der BibliotheksmitarbeiterInnen. Über die Existenz einer »Ahnenerbe-Bücherei« herrscht bei HistorikerInnen seit geraumer Zeit Kenntnis.

Zu deren Geschichte und den (Raub-)Beständen, die in Salzburg verblieben sein könnten, fehlt bislang allerdings jegliche Untersuchung. Diese Ausgangslage macht deutlich, wie eng die Provenienzforschung in Salzburg mit zeitgeschichtlicher Forschung zum Nationalsozialismus verflochten ist. Dies gilt für die bislang ausstehende Geschichte der Studienbibliothek2 im Nationalsozialismus ebenso wie für andere Institutionen, die in den »Transfer« von Büchern als Täter, Nutznießer oder Opfer involviert waren.

1 Im Rahmen eines Ausstellungsprojektes entstand auch folgende Begleitpublikation: Ursula Schachl-Raber (Hg.): Bücherverbrennung 30.4.1938. Gegen das Vergessen 30.4.2008. Salzburg: Eigenverlag 2008.

2 Die Studienbibliothek Salzburg bestand von 1622–1810 als Universitätsbibliothek, anschließend als Lyzealbibliothek. Von 1826 bis zur Wiedergründung der Universität Salzburg 1962 hatte die Bibliothek den Status einer Studienbibliothek.

woran und wIe wIrd GeforSCHt? – MetHoden und quellen Vom methodischen Gesichtspunkt aus betrachtet bedeutet der vergleichsweise späte Beginn des Provenienzprojektes an der UB Salzburg einen gewissen Vorteil.

Es existiert bereits ein etabliertes Set von Arbeitsweisen, die in Publikationen beschrieben und reflektiert wurden. Auf etwaige Handreichungen und Erfahrungsberichte kann also ebenso zurückgegriffen werden3 wie auf ein bestehendes Netzwerk von ProvenienzforscherInnen im deutschsprachigen Raum, das sich angesichts der grundsätzlich diffizilen Arbeit zur gegenseitigen Unterstützung gebildet hat und sich durch große Kooperationsbereitschaft auszeichnet. Dennoch sieht sich die Provenienzforschung in jeder Einrichtung vor eigene Probleme und Herausforderungen gestellt. Der folgende Blick auf die Quellen und die damit verbundenen Arbeitsmethoden macht dies deutlich.

Welche Bücher müssen angeschaut werden? – Die Projektdatenbank Als Projektziel wurde formuliert, nicht nur die Erwerbungen der Jahre 1938 bis 1945 der ehemaligen Studienbibliothek – was zudem sachlich nicht zu argumentieren wäre –, sondern auch sämtliche Erwerbungen seither, d.h. bis in die Gegenwart auf Raubgutfälle hin zu überprüfen. Ausschließlich die Erwerbungen der NS-Zeit zu durchforsten, wäre quantitativ ein bescheidenes Unterfangen, da sich die Zahl der Erwerbungen der damaligen Studienbibliothek in engen Grenzen hielt und in der NS-Zeit nicht mehr als insgesamt rund 6.300 Bücher ausmachte.

Voraussetzung für die Recherchen zu einzelnen Büchern und Beständen ist die Datenerhebung durch die Buchautopsie. Zunächst stellte sich die vordringliche Frage, welche und wie viele Bücher im ca. 2,4 Millionen Medien umfassenden Bestand der UB Salzburg für eine Überprüfung überhaupt in Frage kommen in einer vergleichsweise neuartigen Weise. Der Abschluss der Retrokatalogisierung der bislang nicht im Bibliotheksprogramm ALEPH erfassten Bücher im Jahr 2009 regte eine Diskussion darüber an, wie weit man abfragetechnisch aus dem Gesamtbestand der UB Salzburg Bücher, die für eine Provenienzrecherche relevant sind, von Büchern, die von vornherein nicht in Betracht kommen, unterscheiden könnte. In diese Richtung wurden daraufhin mehrere Überlegungen angestellt.

Grundsätzlich sind Erscheinungsjahr und Erwerbungsdatum zwei Indikatoren, mit denen die Relevanz eines Buches für eine NS-Provenienzrecherche festzulegen ist. Entscheidend sind einerseits das Erscheinungsdatum vor 1945 und andererseits der Erwerb des Buches nach 1938 bzw. 1933. Bücher mit dem Erwerbsdatum ab 3 In konziser Form vorliegend in dem Band: Bernd Reifenberg (Hg.): Die Suche nach NSRaubgut in Bibliotheken. Recherchestand, Probleme, Lösungswege. Marburg: Eigenverlag 2006, S. 150–180.

1933 zu berücksichtigen, heißt dabei zum einen in Betracht zu ziehen, dass bereits in dieser Zeit in NS-Deutschland konfiszierte Bücher in Salzburg gelandet sind und zum anderen, die Jahre des austrofaschistischen »Ständestaates« in die Forschung mit einzubeziehen. Die Frage, ob nach dem Februar 1934 Bücher aus verbotenen Arbeiterbüchereien u.ä. in der Studienbibliothek gelandet sind, ist bislang ebenso unerforscht und kann durch eine Ausdehnung auf das Erwerbsdatum nach 1933 im Projekt mitbehandelt werden. Bei der Einengung des Datenbestandes auf zunächst diese beiden Basisindikatoren kommt es jeweils zu Problemen. Sämtliche Bücher mit dem Erscheinungsjahr vor 1945 zu identifizieren ist grundsätzlich sehr einfach, eine Ausnahme bilden Zeitschriften und Reihen, da hier nicht immer Jahreszahlen für den einzelnen Band angegeben sind.4 Das von der Datenlage her schwierigere Problem stellt das Erwerbungsdatum dar. Aus den Daten im Bibliotheksprogramm ALEPH kann meist nur für Bücher, die seit dem 1. Jänner 1947 aufgenommen wurden, das Erwerbsdatum einwandfrei erschlossen werden, da an der Studienbibliothek Salzburg erst ab diesem Datum ein Inventarbuch geführt wurde. Für die älteren Bestände fehlen Erwerbungsangaben in den retrokatalogisierten Daten. Zumindest ein Teil der rund 150.000 Bände, die sich bereits vor 1933 an der Studienbibliothek befanden, konnte dennoch über die ALEPHDaten lokalisiert und von vornherein ausgeschlossen werden.5 Am Beginn des Provenienzprojektes stand die Erstellung einer Projektdatenbank mit den bibliografischen Daten zu sämtlichen Buchexemplaren, die für die Provenienzforschung von Relevanz waren. Die Datenfilterung der ALEPH-Daten nach den genannten Kriterien ergab eine Access-Datenbank mit rund 240.000 Büchern bzw. Datensätzen.6 Aus dem Bibliotheksprogramm wurden hierzu nur die für die Provenienzforschung benötigten bibliografischen Felder sowie Signatur und Inventarnummer übernommen. Die vollständige Datendigitalisierung war eine wesentliche logistische Voraussetzung für das Projektziel, alle Erwerbungen von Büchern mit Erscheinungsdatum vor 1945 in Betracht zu ziehen und das Projekt auf Hauptund Fachbibliotheken, d.h. die gesamte UB Salzburg auszudehnen.





Wie werden die Bücher angesehen? – Buchautopsie und Recherche In die Projektdatenbank (MS Access) wurden Felder eingefügt, die für die Buchautopsie und spätere Provenienzrecherche von Bedeutung sind: Exlibris, Stempel, 4 Die Überprüfung von in der Datenbankabfrage nicht erfassten Titeln steht daher am Ende der Buchautopsie.

5 Dank für die Mitarbeit an der Konzeption der Datenbankabfrage gilt Peter Pilsl, Johann Klinger und Richard Egger, Mitarbeiter der UB Salzburg.

6 Wie viele davon noch aus dem »Alten Katalog« stammen, wird erst die Autopsie zeigen, wo neben der Numerus currens Signatur noch die alte systematische Signatur zum Vorschein kommt.

Widmungen, handschriftliche Namenseinträge und Vermerke, Kürzel, Aufkleber usw. sind Teil der zu erhebenden Daten. Zusätzlich können Kommentare und Fotos von Provenienzspuren vermerkt werden. Die Buchautopsie beginnt also am Laptop, wo die Mitarbeiterinnen die Signaturen der zu autopsierenden Bücher in aufsteigender Ordnung filtern, um sich am Buchregal von Datensatz zu Datensatz bzw. von Buch zu Buch vorzuarbeiten. Diese Vorarbeit bedeutet in Summe eine immense Arbeitsersparnis, weil nicht alle Bücher in die Hand genommen werden müssen, sondern nur jene, die bereits für die Projektdatenbank gefiltert worden sind. Hilfreich beim Auffinden relevanter Bücher ist diese Arbeitsweise vor allem in den Magazinbereichen, in denen alte Bücher (d.h. vor 1945 publiziert) nur vereinzelt zwischen neueren Büchern aufgestellt sind. Unleserliche Vermerke werden fotografisch festgehalten und für eine spätere Entzifferung abgelegt. Die Autopsie eines Buches endet mit einer Zwischenbewertung aus einer mehrteiligen Skala, die festhält ob ein Buch weiter zu bearbeiten oder als unverdächtig oder unspezifisch abgeschlossen ist.7 Nach der Buchautopsie und der etwaigen Durchsicht des entsprechenden Erwerbungsvermerkes im Inventarbuch bzw. Zuwachsregister beginnt die eigentliche Provenienzrecherche. Hierzu ist in der Projektdatenbank eine eigene Vorbesitzertabelle angelegt worden, in der Namen in normierter Form festgehalten werden. Die aufgenommenen Namen sind direkt mit den einzelnen Exemplaren, in denen sie vorkommen, verknüpft. In die Vorbesitzerdatenbank ist eine Art Recherche-to-do-Liste integriert, die die ProjektmitarbeiterInnen durch die Recherche leitet. Recherchekommentare und Zwischenbewertungen können darin ebenso eingetragen werden, wie die Resultate in den jeweils konsultierten Quellen und Archiven. Als Hilfsmittel bei der Suche nach VorbesitzerInnen steht neben der bestehenden Fachliteratur und der leicht verfügbaren Internetportale wiederum die Archivrecherche an vorderster Stelle.8 7 Hier kann aus einem Auswahlfeld folgender Zwischenstatus gewählt werden: Unverdächtig, Unspezifisch, Überprüfen, Verdächtig, Verlust, Entliehen, Nicht am Platz. Mit Hilfe eines Filters hat man so direkten Zugriff auf die sich aus der Autopsie ergebenden Überprüfungsfälle.

8 Hierzu zählen die etablierten Einrichtungen www.lost-art.de und www.kunstrestitution.

at (Stand: 7.6.2011). Als einfach zu gebrauchendes Nachschlageinstrument bietet sich auch der Volltextindex zu den Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission auf der Seite des Böhlau Verlages an http://www.boehlau.at/histkom/ (Stand: 7.6.2011).

Dort verweisen Suchergebnisse auf den entsprechenden Band der Publikationsreihe, einschließlich Seitenzahl. In den Archiven stellen die Vermögensanmeldungen, zu denen österreichische Juden nach dem 12.3.1938 verpflichtet waren, eine zentrale Quelle dar. Als Findmittel im Österreichischen Staatsarchiv dient hierfür: Hubert Steiner: Recht als Unrecht. Quellen zur wirtschaftlichen Entrechtung der Wiener Juden durch die NS-Vermögensverkehrsstelle. Wien: Österreichisches Staatsarchiv 1993.

Was weiß man über den Bucherwerb? – Akzessionsjournale, Kataloge und »Hausakten« Bei der weiteren Bearbeitung von Büchern mit Provenienzspuren stellt sich stets die Frage, wie und wann ist das Buch in den Bestand der UB Salzburg gelangt.

Daher spielen beim nächsten Schritt die Inventarbücher eine besondere Rolle.

Allerdings – und das ist eine markante Einschränkung – existieren diese erst für die Zeit ab dem 1. Jänner 1947. Wenn im Buch eine Inventarnummer (beginnend mit dem Inventarjahr z.B. 47:0624) vorhanden ist, lässt sich durch einen Blick in das entsprechende Zugangsbuch bereits häufig die Provenienz hinreichend klären, wenn sich etwa herausstellt, dass es sich bei dem/der im Buch eruierten VorbesitzerIn und dem/der im Inventarbuch genannten Buchlieferanten/-in um dieselbe Person handelt. Für die Erwerbungsgeschichte nach 1945 ist also das autopsierte Buch immer die Erstquelle und das Inventarbuch die Zweitquelle, aus der Erwerbungsart, Herkunft und Preis in die Datenbank eingetragen werden.9 Für die Erwerbungsgeschichte der Jahre 1933/34 bis 1945 gestaltet sich die Sache komplizierter. Bis zum Projektbeginn waren hierfür neben den Katalogen und Repertorien keine Quellen bekannt. Ein Fund im Bibliothekskeller brachte jedoch so genannte »Zuwachsregister« der Studienbibliothek für den Zeitraum von 1889 bis 1945 zum Vorschein. Die schmalen jährlich gebundenen Register entsprechen Akzessionsjournalen, mit dem Unterschied, dass die Neuerwerbungen nicht in der Reihenfolge der Einarbeitung aufgeführt sind, sondern in systematischer Ordnung. Es gibt also keine laufende Inventarnummer. Neben Titel, Autor und Signatur sind in den meisten (!) Zuwachsregistern auch Herkunft, Erwerbungsart und Preis angeführt. Somit sind diese »Zuwachsregister« der Jahre 1933 bis 1945 eine primäre Quelle für den entsprechenden Erwerbungszeitraum, allerdings nur bis zum Jahr 1940/41 (d.h. für das Etatjahr vom 1.4.1940-31.3.1941). Für die Folgejahre liegen lediglich für BenützerInnen angefertigte Zuwachsjournale in typografischer Fassung vor, die keinerlei Information zu Herkunft und Erwerbungsart beinhalten, d.h. die Durchsicht der Erwerbungsnotizen gerät nach dem Jahr 1940/41 ins Stocken. Interessantes Detail: Für das Jahr 1940/41 liegen zwei typografische Benutzerexemplare und ein handschriftliches Dienstexemplar (mit Einträgen zu Herkunft, Erwerbungsart und Preis), also insgesamt drei Exemplare, vor. Für die verbleibenden Jahre finden sich jeweils nur mehr ein oder zwei typografische Zuwachsregister ohne die für die Provenienzforschung wertvollen Vermerke. Diese Quellenkonstellation lässt zumindest die Vermutung zu, dass auch für die Jahre 1941 bis 1945 eigene Dienstexemplare mit den entsprechenEine Ausnahme bilden die Zugänge, die als »herrenloses Raubgut« in die UB Salzburg gelangt sind. Darauf wird im Abschnitt »Herrenloses« Raubgut: Offenbach, Sammlung Tanzenberg, »Ahnenerbe« eingegangen.

den Angaben angelegt worden sind, aber heute verschollen sind. Ob es sich um Zufall oder um absichtliche »Datenbereinigung« handelt, kann nur Gegenstand von Spekulationen sein. Oder hat man aus irgendeinem Grund in dieser Phase auf die Beibehaltung der Zuwachsregister mit Herkunftsvermerken verzichtet?

Faktum ist, dass die Akzessionsjournale nur sehr bedingt bei der Erforschung der Erwerbungsgeschichte der Jahre 1933 bis 1945 helfen. Immerhin kann rekonstruiert werden, wie viele Bücher in diesem Zeitraum neu in den Bestand gekommen sind und wie viele bzw. welche Bücher davon auf dem Verbotsindex des NSRegimes standen.



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