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«Leiharbeit in Baden-Württemberg Kostensenkung zu Lasten der Arbeitnehmer Zusammenfassung und Folgerungen Dr. Hermann Biehler München, Nürnberg, ...»

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IMU Institut

Leiharbeit in Baden-Württemberg

Kostensenkung zu Lasten der Arbeitnehmer

Zusammenfassung und Folgerungen

Dr. Hermann Biehler

München, Nürnberg, Stuttgart – Oktober 2011

Das IMU Institut geht der Frage nach, welche Entwicklungen die Leiharbeit in Baden-Württemberg

insbesondere seit der jüngsten Wirtschaftskrise Ende 2008 bis Ende 2010 genommen hat. Wenngleich die Krisenursachen nicht behoben und Rückschläge im Wirtschaftswachstum immer wahrscheinlicher werden, ist auf dem Arbeitsmarkt vorerst eine zahlenmäßige Entspannung gegenüber dem Herbst 2008 eingetreten, die in so kurzer Zeit nicht zu erwarten war.

Zentraler Gegenstand der vorliegenden Untersuchung ist, welche Rolle die Leiharbeit in Deutschland und in Baden-Württemberg vor, während und nach diesem größten konjunkturellen Einbruch in der Geschichte der Bundesrepublik gespielt hat. Insbesondere wird untersucht, ob die Leiharbeitsbranche tatsächlich ein Job-Motor ist.

Außerdem richten wir unsere Aufmerksamkeit auf strukturelle Merkmale von Leiharbeit wie ihre regionale Verbreitung in Baden-Württemberg und die Einkommenssituation von Leiharbeitskräften.

Des Weiteren haben wir die vorliegende Datenlage genutzt, um die vielfach geäußerte These von einer Brückenfunktion der Leiharbeit zurück in den regulären Arbeitsmarkt anhand objektiver Fakten zu hinterfragen.

1 Zusammenfassung der Datenanalyse Über der Leiharbeit liegt anders als über anderen Beschäftigungsverhältnissen und Branchen ein Nebel, der mit bisher zugänglichen Daten der amtlichen Statistik nur stellenweise gelichtet werden kann. Darüber, in welchen Branchen und Unternehmen die Leiharbeitskräfte eingesetzt werden, ist aus der Statistik nichts zu entnehmen. Dort werden Leiharbeitskräfte immer bei ihren Verleihfirmen gezählt und nicht bei den Entleihfirmen, in denen sie arbeiten. Trotzdem ist eine Reihe von Befunden zur Leiharbeit in Baden-Württemberg möglich.

Die Abwägung der verschiedenen Zählweisen in der amtlichen Statistik lässt den Schluss zu, dass Ende des Jahres 2010 in Baden-Württemberg knapp 100.000 Arbeitskräfte als Leiharbeitnehmer tätig waren. Aktuell – im Oktober 2011 – dürfte Ihre Zahl deutlich über 110.000 liegen, mit den geringfügig entlohnten Beschäftigten (Minijobs) über 120.000.

1.1 Keine Pufferfunktion von Leiharbeit sondern prozyklischer Verlauf Leiharbeit erfüllt keine Pufferfunktion gegenüber Nachfrageschwankungen am Arbeitsmarkt!

Dieses Ergebnis überrascht nicht: Die Leiharbeitsbranche erweist sich als Kristallisationspunkt • der Beschäftigungsprobleme im Verlauf der Krise 2008-2010. Während in Baden-Württemberg die übrige sozialversicherungspflichtige Beschäftigung recht konstant bleibt, werden die Beschäftigungsverhältnisse mit Leiharbeitskräften um fast 40 Prozent abgebaut, um bei anziehender Konjunktur wieder besonders stark anzusteigen. Der Verlauf der Anzahl offener Stellen in der Zeitarbeitsbranche bestätigt die prozyklische Arbeitsnachfrage der Zeitarbeitsfirmen.

Die geringe Nutzung von Kurzarbeit im Jahr 2009 durch Zeitarbeitsfirmen zeigt ferner, dass • diese – anders als Unternehmen beispielsweise des Verarbeitenden Gewerbes – meist keine dauerhafte Beschäftigung ihrer Arbeitskräfte anstreben.

Der mittlerweile erreichte neue vorläufige Höchststand der Leiharbeit in Baden-Württem berg deutet darauf hin, dass die Entleihunternehmen im Aufschwung mehr noch als vor der Krise auf Leiharbeit als hochflexible und kostengünstige Beschäftigungsform setzen.

Außerdem zeigen die Monatszahlen zur Leiharbeit, dass die hohe Reagibilität der Leiharbeit • nicht nur konjunktureller sondern auch saisonaler Art ist.

Entwicklung sozialversicherungspflichtiger Leiharbeit und übriger sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung in Baden-Württemberg (in %) Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; eigene Berechnungen

1.2 Indizien für die Verdrängung regulärer Beschäftigung in Baden-Württemberg durch Leiharbeit Die vorliegenden Daten sind zwar prinzipiell nicht geeignet, die Substitution von Beschäftigungsverhältnissen bei den Einsatzunternehmen durch Leiharbeitskräfte eindeutig zu belegen, weil sie (s.o.) keine Informationen über die entleihenden Unternehmen enthalten. Trotzdem ergeben sich Hinweise auf die Verdrängung von regulärer Beschäftigung durch Leiharbeit. Im Beschäftigungsaufbau des Jahres 2010 wird in den Arbeitsagenturbezirken Mannheim, Stuttgart, Göppingen, Heidelberg und Karlsruhe reguläre Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe massiv abgebaut und gleichzeitig die Leiharbeit stark ausgeweitet. Angesichts der (noch) geringen Bedeutung von Dienstleistungstätigkeiten in der Leiharbeit ist dies ein starkes Indiz für Substitutionsprozesse (Verdrängungsprozesse) in diesen Regionen. Man darf annehmen, dass in den genannten Regionen Arbeitsplätze des Verarbeitenden Gewerbes in Leiharbeit umgewandelt werden.

Beschäftigungsentwicklung insgesamt und in der Leiharbeit Dezember 2009 bis Dezember 2010 Wirtschafts- Beschäftigung im Leiharbeit zweig Wirtschaftszweig

–  –  –

1.3 Leiharbeit erzeugt ein paralleles, niedrigeres Entlohnungsniveau Vollzeit-Leiharbeitskräfte werden – im Durchschnitt und vergröbernd gesprochen – nur etwa halb so hoch (50%) entlohnt wie andere sozialversicherungspflichtig Vollzeit-Beschäftigte. Das ist im Wesentlichen auf zwei Effekte zurückzuführen. Erstens weichen die Qualifikations- und die Tätigkeitsstruktur der eingesetzten Leiharbeitskräfte von denen der übrigen Beschäftigten ab. Nicht einmal zur Hälfte ist in Baden-Württemberg der Einkommensabstand auf diesen Effekt zurückzuführen.





Zum größeren Teil handelt es sich bei der geringeren Entlohnung um direkte Benachteiligungen in der Bezahlung bei vergleichbaren Tätigkeiten. Dabei werden die niedrigeren Stundenlöhne durch eine Schlechterstellung bei Sonderzahlungen wie Weihnachts-, Urlaubsgeld, Leistungsprämien etc.

potenziert. Diese Benachteiligung ist je nach Leistungsgruppe der Beschäftigten unterschiedlich und liegt in den beiden Leistungsgruppen mit den geringsten Anforderungen sogar bei 38-43 Prozent im Durchschnitt, in der mittleren Leistungsgruppe immer noch bei einem Drittel.

Entsprechend gering ist der Anspruch der Leiharbeitskräfte auf Arbeitslosengeld, wenn sie von den Zeitarbeitsfirmen entlassen werden.

–  –  –

Quelle: Statistik der Bundesagentur für Arbeit; eigene Berechnungen IMU Für Frauen fällt die Benachteiligung beim Einkommen in der Leiharbeit generell etwas schwächer als für Männer aus, in einigen Leistungsgruppen erscheint die Situation für die Frauen sogar etwas günstiger als für Männer.

Drei von vier Leiharbeitnehmern in Baden-Württemberg beziehen ein Einkommen unter der Niedriglohnschwelle. Die Leiharbeitsbranche zahlt von allen Branchen mit Abstand am schlechtesten und hat sich zur Niedriglohnbranche entwickelt.

1.4 Leiharbeit wird indirekt subventioniert Leiharbeitskräfte in Baden-Württemberg sind in Folge der schlechteren Bezahlung etwa siebenmal so häufig wie andere sozialversicherungspflichtig Beschäftigte auf zusätzliche staatliche Transferzahlungen für erwerbsfähige Hilfebedürftige (eHb) angewiesen!

Vor Beginn der Krise betrifft das jeden elften Leiharbeitnehmer in Baden-Württemberg. Mit dem Abbau der Beschäftigung in der Leiharbeit sinkt dieser Anteil und mit der Zunahme der Leiharbeitnehmerzahlen steigt er wieder an – bis März 2010 fast auf den Ausgangswert vor der Krise.

Damit subventioniert der Staat Zeitarbeitsfirmen und Entleihfirmen auf Kosten des Steuerzahlers. In Deutschland belief sich die Subventionshöhe zwischen Juni 2008 und Mai 2009 auf rund 531 Mio. €.

Umgerechnet auf Baden-Württemberg sind das etwa 65 Mio. € pro Jahr.

Befunde sprechen eher gegen eine Brückenfunktion1 der Leiharbeit in Baden-Württemberg 1.5

Die untersuchten Strukturdaten der Leiharbeitskräfte lassen für Baden-Württemberg wie schon früher für Bayern nicht erkennen, dass die Leiharbeit als Brücke in den Arbeitsmarkt fungiert:

So sind z.B. ältere Arbeitskräfte, die große Probleme am Arbeitsmarkt haben, unter den • Leiharbeitskräften noch stärker unterrepräsentiert als unter allen sozialversicherungspflichtig In der Literatur werden unterschiedliche Definitionen und Indikatoren für eine mögliche Brückenfunktion der Leiharbeit verwendet. Hier wird mit den Daten geprüft, ob Beschäftigtengruppen mit hohen Anteilen an den Arbeitslosen in der Leiharbeit überproportional zur sonstigen Beschäftigung vertreten sind.

Beschäftigten. Ältere Arbeitskräfte finden in der Leiharbeit also nicht bessere sondern schlechtere Beschäftigungschancen als sonst am Arbeitsmarkt.

Jüngere Beschäftigte sind dagegen unter den Leiharbeitnehmern stark überrepräsentiert in • Relation zu ihren Anteilen an den Arbeitslosen und an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Vermutlich stellt für sie Leiharbeit jedoch weniger eine Brücke in den regulären Arbeitsmarkt dar als vielmehr einen zusätzlich vorgeschalteten Filter oder eine zusätzliche Barriere.

Für manche junge Menschen könnte Leiharbeit auch das kleinere Übel z.B. gegenüber gering bezahlten oder unbezahlten Praktika sein. Eine erkennbare Perspektive ist mit der Leiharbeit aber nicht verbunden!

Gering Qualifizierte sind unter den Leiharbeitskräften ebenfalls deutlich überrepräsentiert • gegenüber ihrem Anteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Wenn man die Indizien für eine Verdrängung regulärer Beschäftigung ernst nimmt, so wird zumindest ein großer Teil dieser Beschäftigtengruppe mit Leiharbeit eher weiter an den Rand des Arbeitsmarkts gedrängt als in den Arbeitsmarkt integriert.

Die Einstellung von Langzeitarbeitslosen unterscheidet sich in der Leiharbeitsbranche nicht • von der Situation in anderen Branchen.

1.6 Regionale Unterschiede der Leiharbeit in Baden-Württemberg Die Untersuchung zeigt, dass Leiharbeit in den Regionen Baden-Württembergs durchaus unterschiedlich genutzt wird. Sowohl die Leiharbeitsquote differiert zwischen den Arbeitsagenturbezirken des Landes als auch die Bedeutung der Leiharbeit im Beschäftigungsaufbau nach der Krise.

Im Regierungsbezirk Karlsruhe wird Leiharbeit relativ am stärksten eingesetzt. Der Schwerpunkt dürfte in der Industrie auf Facharbeiter- und Angelernten-Arbeitsplätzen liegen. Für den Regierungsbezirk Tübingen finden sich Hinweise, dass noch stärker in den fachlichen Teilarbeitsmärkten Leiharbeit zum Einsatz kommt, relativ stärker auch bei Arbeitnehmern mit Fach- und Hochschulabschluss.

Am relativ wenigsten machen die Unternehmen und Betriebe im Regierungsbezirk Freiburg von Leiharbeit Gebrauch.

Im Beschäftigungsaufbau des Jahres 2010 entfallen in Baden-Württemberg über 40 Prozent des Zuwachses auf die Arbeitnehmerüberlassung. In vielen Arbeitsagenturbezirken geht die Beschäftigungsausweitung zu mehr als der Hälfte auf die Leiharbeit zurück (indirekter Beschäftigungsaufbau).

Im Bezirk Göppingen ergibt sich ein Anteil von über 90 Prozent. Dem liegt ein umfangreicher Arbeitsplatzabbau im Verarbeitenden Gewerbe und ein noch etwas höherer Beschäftigungsaufbau in der Arbeitnehmerüberlassung zugrunde. Ähnliche Entwicklungen führen im Arbeitsagenturbezirk Mannheim zu einem Anteil der Leiharbeit an der Beschäftigungsexpansion von 70 Prozent und im Bezirk Stuttgart zu einem Anteil von über 50 Prozent.

2 Interpretation Für Beschäftigte in Leiharbeit sind keine Vorteile – weder durch eine Stabilisierung der Beschäftigung

noch durch eine Brückenfunktion in den regulären Arbeitsmarkt – belegbar. Die Nachteile für Leiharbeitskräfte und Gesellschaft sind dagegen gravierend:

Leiharbeitskräfte sind die Manövriermasse bei konjunkturellen und saisonalen Schwankun gen.

Sie verdienen bei gleichwertiger Tätigkeit je nach Leistungsgruppe in Baden-Württemberg im • Durchschnitt bis zu 43 Prozent weniger als Arbeitskräfte in regulären Beschäftigungsverhältnissen und erwerben geringere Arbeitslosengeld- und Rentenansprüche.

Auch ein arbeitsmarktpolitischer Nutzen ist für Baden-Württemberg nicht erkennbar. Von • der Leiharbeit als „Job-Motor“ zu sprechen, grenzt angesichts der Ergebnisse besonderer Reagibilität bei saisonalen und konjunkturellen Schwankungen an Zynismus. Von der Leiharbeit gehen keine eigenständigen Impulse auf die Arbeitsnachfrage aus. Vielmehr erscheint die Zeitarbeitsbranche zu einem großen Teil als die Zusammenfassung externalisierter Randbelegschaften und als Transmissionsriemen zum schnellen Ab- und Aufbau dieser Belegschaftsteile.

Leiharbeitskräfte müssen wegen ihres geringen Einkommens häufig von der Gesellschaft mit • Transferzahlungen unterstützt werden.

Wozu dient und wem nutzt Leiharbeit?

Zusammenfassend stellt sich deshalb die Frage, wozu Leiharbeit dient, wem die derzeitigen gesetzlichen Regelungen der Leiharbeit nutzen. Dafür werden aus der Interpretation der Ergebnisse folgende

Thesen zur Diskussion gestellt:

Das ursprüngliche Ziel höherer Unternehmensflexibilität durch Leiharbeit gerät zunehmend in den Hintergrund. Hinter dem Argument höherer Flexibilität steckt das Argument der Kostensenkung. Mit dem Instrument der Leiharbeit unterlaufen Entleihunternehmen gültige Tarifverträge.

Die Einsparung durch die deutlich geringere Bezahlung der Leiharbeitskräfte kann zwischen den Zeitarbeitsfirmen und den Entleihfirmen aufgeteilt werden. Zeitarbeitsfirmen mit besonders schlechten Entgeltbedingungen für die Leiharbeitnehmer sind dabei im Wettbewerbsvorteil gegenüber Zeitarbeitsfirmen mit besseren Bedingungen.

Mit den geringeren Kosten der Leiharbeit können Entleihunternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten oder verbessern und ihren Gewinn steigern. Sie bringen damit andere Wettbewerber in Zugzwang, ebenfalls die Leiharbeit als Instrument der Kostensenkung einzusetzen. Leiharbeit droht dadurch immer mehr reguläre Beschäftigungsverhältnisse zu verdrängen. Dieser Mechanismus wird unter den gegebenen Bedingungen zunehmend auch außerhalb des Produzierenden Gewerbes greifen.



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